Bargeldlos Bezahlen

Bargeldlos Bezahlen
Bargeldlos Bezahlen kann man z.B. mit dem Handy - Foto: © Davizro Photography

In diesem Artikel erklären wir was Bargeldloses Bezahlen ist, welche Möglichkeiten es gibt und auch welche Vorteile und Nachteile das Zahlen ohne Bargeld hat:

Bargeldloses Bezahlen - Vorteile, Möglichkeiten und Risiken

Das bargeldlose Bezahlen ist nicht neu, denn die ersten Kreditkarten gab es bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Diese wurden von Hotels in den USA an besonders häufige und gute Gäste ausgegeben, die auf diese Weise ihre Kosten für das Zimmer und Speisen im Hotel erst zu einem späteren Zeitpunkt zahlen mussten. Ab Beginn des 20. Jahrhunderts übernahmen auch Tankstellen, Restaurantketten, Fluggesellschaften und Kaufhäuser dieses System, wobei die jeweilige Karte immer nur für das ausstellende Unternehmen gültig war. Die erste universell nutzbare Karte musste noch bis zum Jahr 1950 auf ihren Einsatz warten. Der Anbieter war Diners Club.

Möglichkeiten des Bargeldlosen Bezahlen

Heute gibt es neben den Kreditkarten noch viele andere Möglichkeiten, ohne Bargeld zu bezahlen. In Deutschland sind das in erster Linie die folgenden:

  • Kreditkarte
  • Girocard und Geldkarte
  • Mobile-Payment

Daneben müssen zu den bargeldlosen Zahlungsverfahren auch die Überweisung, das Lastschriftverfahren und die Bezahlung mit einem Scheck gerechnet werden.

Bezahlen per Kreditkarte

Mit einer Kreditkarte können Waren bezahlt oder Geld vom Automaten abgeholt werden. Sie werden in der Regel von Kreditkartengesellschaften oder in deren Auftrag von Banken ausgegeben. Dass diese über die Preise und die Konditionen selbst entscheiden können, erklärt, dass es bei gleicher Kartenart je nach ausgebender Bank unterschiedliche Gebühren geben kann. In Deutschland sind die folgenden Kreditkartenarten am gebräuchlichsten, wobei Visa und MasterCard weltweit am meisten akzeptiert werden:

  • Visa
  • MasterCard
  • American Express
  • Diners Club

Neben den Kartenarten muss bei den Kreditkarten auch hinsichtlich der Abrechnung unterschieden werden, da diese Auswirkungen auf die Höhe der Zinsen und die Abrechnung haben. Üblich sind die folgenden Modelle:

  • Prepaid:
    Streng genommen handelt es sich gar nicht um eine Kreditkarte, weil kein Kredit eingeräumt wird. Der Nutzer kann nur über die Summe verfügen, die er auf dem Kartenkonto hinterlegt hat. Dafür entstehen keine Zinsen.
  • Debit:
    Die Karte wird nur in Verbindung mit einem Girokonto ausgegeben, mit dessen Guthaben die Ausgaben verrechnet werden. Kreditzinsen werden in diesem Fall nicht fällig, aber wenn das Girokonto überzogen wird, können Dispozinsen berechnet werden.
  • Charge:
    Es wird eine monatliche Kreditkartenabrechnung erstellt. Wird diese innerhalb eines festgesetzten Zeitraumes beglichen, entstehen keine Kreditzinsen.
  • Revolving:
    Die Kreditkartenumsätze können durch Ratenzahlung beglichen werden, wobei jedoch meistens sehr hohe Zinsen fällig werden.

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Bezahlen mit Girocard und Geldkarte

Die Girocard, früher EC-Karte, wird von Banken für die Inhaber von Girokonten ausgegeben und kann zum Bezahlen von Waren und zum Abheben von Geldbeträgen am Automaten eingesetzt werden. Meistens sind jedoch nur die Automaten der ausgebenden Bank kostenlos nutzbar. Bei den anderen werden für das Abheben Gebühren verlangt. Die Girocard kann mit einer aufladbaren Geldkarte kombiniert sein, sodass das Bezahlen kleinerer Beträge ohne Unterschrift oder die Eingabe einer PIN möglich ist. Karten, die auch im Ausland genutzt werden sollen, verfügen über die Funktionen Maestro oder V Pay. Seit einiger Zeit ist mit manchen Karten auch das kontaktlose Bezahlen möglich, erkennbar durch das aufgedruckte Wellensymbol.

Mobile-Payment

Beim Mobile-Payment, auch M-Payment, werden in der Regel Smartphones eingesetzt, auf denen eine Bezahl-App installiert ist. Das Verfahren gewinnt erst allmählich an Bedeutung, da viele Softwarelösungen nur begrenzt in Deutschland nutzbar beziehungsweise erst seit kurzer Zeit verfügbar sind. Derzeit sind das folgende:

  • Apple Pay (seit dem 11. Dezember 2018)
  • Google Pay (seit dem 26. Juni 2018)
  • PayPal (Bezahlung derzeit nur in einigen Geschäften in Berlin möglich)

Daneben gibt es einige Geldinstitute, die Apps zum mobilen Bezahlen bereitstellen, wie:

  • Deutsche Bank App
  • Sparkassen mit der App Mobiles Bezahlen
  • Postbank Finanzassistent

Weitere Infos über das Bezahlen per Handy

Die Vorteile und Nachteile der bargeldlosen Bezahlungsverfahren

Das bargeldlose Bezahlen ist sowohl mit Vor- als auch mit Nachteilen verbunden. Zu den Vorteilen gehört es, dass die Zahlungen schnell und komfortabel abgewickelt werden können. Außerdem müssen keine größeren Bargeldbeträge mitgenommen werden, die eventuell gestohlen werden könnten. Bei Reisen ins Ausland ist es nötig, nur geringe Beträge in die jeweilige Landeswährung zu wechseln, wenn man über eine Kreditkarte verfügt. Leider ist das Bezahlen mit einer Geld- oder Kreditkarte nicht in allen Geschäften oder Restaurants möglich, sodass es ganz ohne Bargeld meistens dann doch nicht gut. Je nach Karten und Geldinstitut können für Transaktionen oder Abhebungen am Geldautomaten Gebühren entstehen. Außerdem sind alle Vorgänge des Geldverkehrs nachverfolg- und protokollierbar.
Text: H. J. / Stand: 24.02.2019

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