Apple Pay

Bezahlen mit Apple Pay
Wie kann ich mit Apple Pay bezahlen? Und wie sicher ist das? - Foto: © orelphoto

Apple Pay: Was kann der mobile Bezahldienst und wie funktioniert er?

Seit dem 11. Dezember 2018 ist Apples mobiler Bezahldienst "Apple Pay" auch für deutsche Nutzer verfügbar. In den USA dürfen iPhone-Besitzer schon seit 2014 kontaktlos mit ihrem Smartphone bezahlen. Die virtuelle Geldbörse - die sogenannte "Wallet" - macht iPhone, iPad und die Apple Watch zur komfortablen Alternative zu Bargeld und Kreditkarte. An der Supermarktkasse, im Modegeschäft oder im Elektronikmarkt reicht es aus, das Handy in die Hand zu nehmen, es in die Nähe der Kasse zu halten und den fälligen Betrag, begleitet von einem kurzen "Ba-Bing", zu bezahlen. Doch wie funktioniert Apple Pay genau? Wie lässt es sich nutzen? Und: Kostet die Nutzung Geld?

Was ist Apple Pay?

Hinter Apple Pay steckt der Elektronik-Riese Apple selbst. Der mobile Bezahldienst wurde entwickelt, um Nutzern von iOS-Geräten bequemes und sicheres Bezahlen in Geschäften offline wie online zu ermöglichen und ein Pendant zu Google Pay bereitzustellen. Zentrales Element von Apple Pay ist die Wallet-App. Sie fungiert wie eine Geldbörse, in der Anwender Informationen zu ihren EC- und/oder Kreditkarten hinterlegen können. Momentan lässt sich mit dem mobilen Bezahldienst in rund 30 Ländern kontaktlos bezahlen, darunter Dänemark, Großbritannien, Frankreich, China und die Schweiz. Eine Alternative zu Apple Pay gibt es für iPhone-Nutzer derzeit nicht. Denn anders als bei Android sperrt Apple den benötigten NFC-Chip für die Nutzung durch andere Zahlungsdienstleister.
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Wie funktioniert Apple Pay?

Apple Pay lässt sich mit dem iPhone (ab iPhone 6), iPad (ab iPad mini 3) und der Apple Watch (ab 1. Generation) nutzen. Sind EC- bzw. Kreditkarten in der Wallet-App hinterlegt, reicht es, beim Einkaufen an der Kasse das Handy oder die Smartwatch in die Nähe des Bezahlterminals zu halten. Vorausgesetzt, dieser unterstützt Apple Pay und/oder kontaktloses Bezahlen. Zu erkennen ist das entweder an einem Apple Pay-Logo oder dem Symbol für kontaktlose Bezahlung via NFC. Sind alle Voraussetzungen erfüllt, sendet Apple beim Bezahlvorgang einen Token über den NFC-Chip an das Bezahlterminal. Dieser Token setzt sich unter anderem aus einem gerätespezifischen Code und einigen Infos zu der gespeicherten Karte zusammen. Um die Zahlung abschließen zu können, bedarf es einer Autorisierung. Diese erfolgt beim Handy und Tablet über Face ID, Touch ID oder die Eingabe des Entsperr-Codes. Bei der Apple Watch ist die Autorisierung nur mittels PIN möglich.

Wie kann ich mit Apple Pay bezahlen?

Neben einem kompatiblen iOS-Gerät und der Wallet-App ist eine EC- und/oder Kreditkarte einer mit Apple kooperierenden Bank erforderlich. Noch unterstützt nicht jedes Kreditinstitut Apple Pay, was unter auch an den Gebühren liegen mag, die Apple von den Banken verlangt. Zum Deutschland-Start des mobilen Bezahldienstes lassen sich unter anderem die Karten/Konten der folgenden Banken und Kreditkartenanbieter nutzen:

  • American Express
  • comdirect
  • Deutsche Bank
  • fidor Bank
  • Hanseatic Bank
  • N26
  • o2 Banking
  • Unicredit

Weitere Kreditinstitute wie DKB, ING, BNP Paribas oder die Consorsbank haben bereits angekündigt, ihren Kunden im Jahr 2019 die Nutzung von Apple Pay zu ermöglichen. Anders sieht es bei den großen Banken aus. Sparkassen und Volksbanken bieten derzeit keine Unterstützung für Apple Pay an. Sie hatten im Sommer 2018 eigene Mobile-Payment-Lösungen an den Start gebracht, die allerdings aufgrund von Apples Beschränkungen nur für Android verfügbar sind. Neben einem kompatiblen Konto ist die aktuellste Version von iOS, watchOS oder MacOS erforderlich, um den Dienst nutzen zu können. Ebenso muss auf dem Gerät eine gültige Apple ID verwendet und mit der iCloud verbunden werden.

Fallen bei Nutzung von Apple Pay Kosten an?

Für den Nutzer ist das mobile Bezahlen mit Apple Pay kostenlos. Händler müssen ebenfalls keine höheren Kosten befürchten, als es bei herkömmlicher Zahlung mit Bank- oder Kreditkarte der Fall ist. Auch die Investition in einen NFC-fähigen Bezahlterminal ist für Geschäfte überschaubar. Tatsächlich tragen die Banken die Gebühren für den Dienst. Sie zahlen für jede Transaktion direkt an Apple. Und das nicht ganz ohne Eigennutzen, denn in den Vereinigten Staaten hat die Einführung von Apple Pay einen wahren Run auf Banken ausgelöst, die mit dem Tech-Riesen aus Cupertino kooperieren.

Wie sicher ist Apple Pay?

In puncto Sicherheit steht das mobile Bezahlen mit Apple Pay anderen Bezahlmethoden in nichts nach. Neben der Hürde der persönlichen Autorisierung jedes Bezahlvorgangs durch PIN oder Gesichts- bzw. Fingerabdruckerkennung tauscht Apple Pay nur verschlüsselte Tokens mit dem Terminal des Händlers aus. Die eigentlichen Kreditkartendaten werden nie transferiert und können somit nicht in falsche Hände gelangen. Auch, wenn das Smartphone verloren geht oder gestohlen wird, ist das Sicherheitsniveau hoch. Noch nicht einmal die Kreditkarte muss gesperrt werden. Die Bank entfernt lediglich die virtuelle Kopie aus der Wallet-App.

Links:
Bezahlen per Handy - Wie funktioniert das?
Apple Pay: https://www.apple.com/de/apple-pay/
Apple Pay Banken: https://support.apple.com/de-de/HT206637

Text: O.K. / Stand: 03.06.2019

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