Finanzierung im Möbelhaus

Mann benutzt Taschenrechner für eine Finanzierung
Ist eine Finanzierung im Möbelhaus sinnvoll? - Beispielfoto: © pictworks

In diesem Artikel gehen wir der Frage nach, ob eine Finanzierung im Mönelhaus sinnvoll ist. Natürlich erklären wir auch worauf man bei einer Finanzierung besonders achten sollte.

Finanzierung im Möbelhaus: Sinnvoll oder doch besser zur Hausbank?

Martina ist auf der Suche nach einer neuen Küche. Die alte hat sie damals vor zehn Jahren übernommen, als sie die Wohnung bezog. Sie weiß schon, was sie haben will. Eine nagelneue Einbauküche in Glanzoptik soll es sein. Sie sieht sich in unzähligen Möbelhäusern um, und findet endlich ihre Traumküche. Martina lässt sich daraufhin vom Küchenberater einen Plan anfertigen, und kommt auf die stolze Summe von 5.000,- Euro inklusive Geräte und Einbau. Am liebsten würde sie noch heute unterschreiben. Aber sie ist sich unsicher: Soll sie die Finanzierung vereinbaren, die ihr das Möbelhaus anbietet? Oder ist der Kredit bei der Hausbank sinnvoller?

Risiko 1: Die Konditionen

Achten Sie auf die angebotenen Konditionen. Die Zinsen bei Finanzierung über ein Möbelhaus können im schlimmsten Fall schon einmal 7-8 % betragen. Demgegenüber steht die Hausbank, bei der Sie möglicherweise einen Kredit mit dreiprozentiger Verzinsung aushandeln können.

Risiko 2: Versteckte Kosten

Seien Sie skeptisch. Lesen Sie sich den Kreditvertrag vor Unterzeichnung genau durch, und hinterfragen Sie alles hartnäckig, was sie nicht auf Anhieb verstehen. Sowohl im Möbelhaus als auch bei der Hausbank könnten Ihnen nämlich versteckte Kosten aufgehalst werden. Häufig zur Weihnachtszeit bieten Möbelhäuser Null-Prozent-Finanzierungen an. Gerade hier ist es von Vorteil, nicht sofort zuzuschlagen, sondern die Preise zu vergleichen. Zwar übernimmt der Händler oder Hersteller bei der Null-Prozent-Finanzierung die Kreditzinsen, dafür kann aber auch der Kaufpreis um einiges höher ausfallen.

ACHTUNG! Auch Garantieverlängerungen können zu einer Preiserhöhung führen.
(Mehr zum Thema Garantieverlängerung)

Risiko 3: Unerwartete Zusatzverträge

Checken Sie die anfallenden Entgelte. Es kann vorkommen, dass im Kleingedruckten Zahlungen für die Kontoführung, oder sonstige Bearbeitungsgebühren angeführt werden.

Paar informiert sich über eine Finanzierung im Möbelhaus
Über eine Finanzierung beraten die Möbelverkäufer Sie gern vor Ort - Beispielfoto: © Kzenon

Risiko 4: Entbehrliche Versicherungen

Restschuldversicherungen (Synonym: Restkreditversicherung, Kredit-Lebensversicherung) sind eine feine Sache. Sie sollen dann einspringen, wenn Sie - beispielsweise aufgrund einer Krankheit oder Ihres Ablebens - die Kreditraten nicht mehr bezahlen können. Diese Versicherungen sind jedoch nicht gerade günstig. Dafür gibt es aber unzählige Ablehnungsgründe, die dazu führen, dass der Versicherer die Restschuld doch nicht übernimmt. Sie haben als Verbraucher das Recht, solche Zusatzversicherungen abzulehnen.

TIPP: Wenn Sie trotzdem eine Kreditausfallversicherung abschließen möchten, können Sie sich auch selbst um eine solche bemühen.

Risiko 5: Dubiose Kreditunternehmen

Unterzeichnen Sie eine Finanzierung nur, wenn Sie das Kreditunternehmen kennen. Aber auch bekannte Finanzdienstleister aus dem Bereich Teilzahlungsfinanzierungen über den Handel kommen ab und an einmal in Verruf. Lieber noch ein weiteres Finanzierungsangebot prüfen, als vorschnell einen Vertrag zu unterzeichnen.

Fazit zum Thema Finanzierung im Möbelhaus

Nicht immer muss eine Teilzahlungsfinanzierung im Möbelhaus schlecht sein. Es gibt durchaus auch solche, die sich lohnen. Besonders Null-Prozent-Finanzierungen müssen Sie nicht kategorisch ablehnen. Aber gehen Sie mit offenen Augen durch die Geschäfte und vergleichen Sie die Angebote. Stark verteuerte Ware sollten Sie dabei definitiv meiden. Entscheiden Sie sich für eine Finanzierung, dann stellen Sie zum Angebot unbedingt auch die unangenehmen Fragen. Wie sieht es mit der Bearbeitungsgebühr aus? Wie flexibel ist der Kreditgeber bei finanziellen Engpässen? Vergleichen Sie am besten mehrere Angebote und lassen Sie sich Zeit für die Entscheidungsfindung. So vermeiden Sie übrigens auch die Kaufreue, die sich oft dann einstellt, wenn sich der Enthusiasmus der positiven Kaufentscheidung legt.

Martina hat sich übrigens dafür entschieden, ihre Traumküche bar zu bezahlen. Dafür greift sie auf ihr Erspartes zurück. Das ist nach wie vor die beste Zahlungsart. Bezahlen Sie bar, können Sie nämlich bei vielen Angeboten noch einen zusätzlichen Rabatt aushandeln.
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( Foto oben: © Vadim Andrushchenko, Text: C. F. / Alle Angaben ohne Gewähr! / Stand: 11.12.2017)

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