Die Weihnachtszeit steht vor der Tür und damit beginnt für den Einzelhandel die umsatzstärkste Phase des Jahres. Doch wie entwickelt sich das Weihnachtsgeschäft 2025? Der Handelsverband Deutschland (HDE) hat seine aktuellen Prognosen veröffentlicht und gibt Einblicke in die Stimmung bei Händlern und Kunden.
Einzelhandel rechnet mit stabilem Weihnachtsgeschäft
Für die Monate November und Dezember 2025 prognostiziert der Handelsverband Deutschland ein Umsatzplus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In konkreten Zahlen bedeutet das: Die Handelsunternehmen setzen in den beiden letzten Monaten des Jahres voraussichtlich 126,2 Milliarden Euro um. Tatsächlich entspricht dieser nominale Anstieg jedoch einem preisbereinigten Nullwachstum – die Inflation frisst die Umsatzsteigerung also komplett auf.
Bemerkenswert ist dabei, dass die beiden Monate November und Dezember für den Einzelhandel von enormer Bedeutung sind: Satte 18,5 Prozent des gesamten Jahresumsatzes werden in dieser kurzen Zeitspanne erwirtschaftet. Das Weihnachtsgeschäft entscheidet damit maßgeblich über den wirtschaftlichen Erfolg vieler Händler.
Online-Handel wächst stärker als stationärer Handel
Während der gesamte Einzelhandel mit einem Plus von 1,5 Prozent rechnet, zeigt sich der Online-Handel deutlich dynamischer. Hier erwarten die Experten ein nominales Wachstum von 3,3 Prozent im Vergleich zu 2024, was einem Umsatz von 22,2 Milliarden Euro entspricht. Preisbereinigt liegt das Wachstum bei 2,3 Prozent – der E-Commerce kann also trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiter zulegen.
Verbraucher planen weniger Geld für Geschenke ein
Eine vom HDE in Auftrag gegebene Verbraucherumfrage unter mehr als 2.000 Personen bringt interessante Erkenntnisse über das Kaufverhalten der Deutschen: Zwar freuen sich 73 Prozent der Befragten auf das Weihnachtsfest, doch beim Blick auf die geplanten Ausgaben zeigt sich eine deutliche Zurückhaltung. Im Durchschnitt will jeder Verbraucher 263 Euro für Weihnachtsgeschenke ausgeben – das sind 34 Euro weniger als im Vorjahr.
Diese Sparsamkeit hat nachvollziehbare Gründe: Die anhaltend hohen Preise und die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit lassen viele Menschen vorsichtiger werden. Auch die Händler spüren diese Entwicklung: 83 Prozent der befragten Unternehmen rechnen damit, dass Kunden in diesem Jahr noch stärker auf den Preis achten werden.
Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke 2025
Bei der Auswahl der Weihnachtsgeschenke greifen die Deutschen auch 2025 zu bewährten Klassikern. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala der Präsente stehen:
- Geschenkgutscheine: Der Dauerbrenner unter den Weihnachtsgeschenken – praktisch für Schenker und Beschenkte
- Spielwaren: Besonders für Kinder nach wie vor ein Muss unter dem Weihnachtsbaum
- Bücher: Das zeitlose Geschenk für gemütliche Winterabende
- Kosmetik und Körperpflegeprodukte: Von der Pflegecreme bis zum edlen Duft
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Händler blicken mit gemischten Gefühlen auf das Weihnachtsgeschäft
Trotz der stabilen Umsatzprognose ist die Stimmung im Handel eher verhalten. Eine aktuelle HDE-Umfrage unter 300 Handelsunternehmen aller Größen und Branchen zeigt: 80 Prozent der befragten Unternehmen erwarten zurückhaltende Verbraucher. Besonders im Nicht-Lebensmittelhandel herrscht Skepsis – hier rechnen 51 Prozent der Händler mit einem schlechteren oder sogar deutlich schlechteren Weihnachtsgeschäft als im Vorjahr.
HDE-Präsident Alexander von Preen fasst die Lage zusammen: „Das Weihnachtsgeschäft bleibt trotz eines schwierigen Umfelds und vieler Ungewissheiten stabil. Viele Händler aber blicken eher vorsichtig oder pessimistisch auf die mit Abstand umsatzstärkste Zeit der Branche.“
Handel fordert bessere Rahmenbedingungen
Umso wichtiger ist es laut HDE, dass die Politik jetzt handelt und bessere Rahmenbedingungen schafft. Der Verband fordert unter anderem:
- Senkung der Stromsteuer für alle Unternehmen
- Faire Wettbewerbsbedingungen gegenüber Online-Plattformen und Händlern aus Fernost
- Entschlossenen Abbau der Bürokratie
„Das Jahresende entscheidet bei vielen Unternehmen über die Bewertung des gesamten Geschäftsjahres“, betont von Preen und warnt vor den Folgen, wenn die Politik nicht reagiert.
Dennoch werden an den Adventswochenenden die Einkaufscenter, Möbelhäuser und andere Geschäfte sicher wieder voll sein. Achten Sie im Gedrängel unbedingt auf Ihre Wertsachen!
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