Kennen Sie das? Die Schlange an der Kasse ist lang, Sie haben nur wenige Artikel im Wagen und die Zeit drängt. Geht das nicht schneller? Immer mehr Geschäfte bieten eine Alternative: Self-Checkout-Kassen, an denen Sie Ihre Einkäufe selbst scannen und bezahlen können. Lesen Sie in diesem Artikel, wie weit verbreitet diese Systeme mittlerweile in Deutschland sind und wo Sie sie am häufigsten antreffen.
Mehr als Verdopplung in nur zwei Jahren
Die Zahlen sind beeindruckend: In über 11.000 Geschäften in Deutschland können Kunden mittlerweile den Scan- und Bezahlvorgang selbst übernehmen. Innerhalb der letzten zwei Jahre hat sich die Zahl der Geschäfte mit stationären Self-Checkout-Systemen um satte 143 Prozent erhöht. Insgesamt sind über 38.650 SB-Kassen im Einsatz – das bedeutet, dass bereits jede 18. Kasse im deutschen Einzelhandel eine Selbstbedienungskasse ist.
Warum setzen so viele Händler auf diese Technologie? „Das eigene Scannen der Artikel an der Kasse oder mobil am Regal sehen Händler als zusätzlichen Kundenservice, weil es Wartezeiten verkürzt oder lästiges Umpacken an der Kasse vermeidet“, erklärt Frank Horst vom EHI Retail Institute. Auch der Personalmangel im Einzelhandel hat die Verbreitung solcher Systeme beschleunigt.
Verschiedene Varianten im Überblick
Beim Self-Checkout gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
- Stationäre Self-Checkout-Kassen: Diese finden Sie in 10.366 Geschäften. Sie scannen Ihre Artikel selbst an einer festen Kassenstation und bezahlen dort auch.
- Mobile Self-Scanning-Systeme: In 3.646 Geschäften können Sie bereits während des Einkaufens scannen – entweder mit einem Handscanner des Geschäfts, einem Scanner am Einkaufswagen oder einer App auf Ihrem eigenen Smartphone.
Praktisch: In rund 2.900 Geschäften haben Sie sogar die Wahl zwischen mindestens zwei verschiedenen Self-Checkout-Varianten.
Wo finden Sie Self-Checkout-Kassen?
Die größte Verbreitung haben Selbstbedienungskassen im Lebensmitteleinzelhandel. 60 Prozent aller Geschäfte mit SB-Kassen gehören zu dieser Branche. Konkret bedeutet das:
- Supermärkte und Discounter: Über 6.240 Lebensmittelmärkte bieten durchschnittlich vier SB-Kassen pro Geschäft an. Darunter befinden sich knapp 2.300 Discounter. Damit hat bereits mehr als jeder zehnte Lebensmittelmarkt Self-Checkout-Kassen im Angebot.
- Drogeriemärkte: Mit 21 Prozent bilden sie die zweitgrößte Gruppe. Beachtlich: Von den rund 5.200 Drogeriemärkten in Deutschland bieten bereits über 40 Prozent Selbstbedienungskassen an.
- Baumärkte: 880 der etwa 2.000 Baumärkte sind mittlerweile mit SB-Kassen ausgestattet.
Was bedeutet das für Sie als Kunde?
Die Vorteile liegen auf der Hand: Kürzere Wartezeiten, kein Umpacken der Waren an der Kasse und mehr Flexibilität beim Einkauf. Besonders bei kleinen Einkäufen oder wenn es schnell gehen muss, sind Self-Checkout-Kassen eine praktische Alternative. Und die Bedienung ist meist intuitiv. Sollten doch Probleme auftauchen, ist immer ein Mitarbeiter in der Nähe, der Ihnen weiterhilft. Wir finden SB-Kassen eine wirklich gute Idee!
Gut zu wissen: Die Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen. Viele Einzelhändler planen bei Umbauten oder Neueröffnungen weitere Installationen von Selbstbedienungskassen. Auch im Discount-Bereich wird ein weiteres Wachstum erwartet. Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie beim nächsten Einkauf eine SB-Kasse nutzen können, steigt also kontinuierlich. Lesen Sie auch: Den Wocheneinkauf sorgfältig planen
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