Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Mai 2026 um 2,6 Prozent
höher als ein Jahr zuvor. Das teilte das Statistische Bundesamt
mit. Gegenüber dem Vormonat April sanken die Preise leicht um
0,2 Prozent. Haupttreiber bleibt die Energie, während einige
Lebensmittel - allen voran Butter und Kartoffeln - deutlich
günstiger wurden.
Die Inflationsrate misst, wie sich der Verbraucherpreisindex - der
gesamte Warenkorb eines durchschnittlichen Haushalts - gegenüber
dem Vorjahr verändert. Mit 2,6 Prozent liegt sie weiter spürbar
über der Zwei-Prozent-Marke, die die Europäische Zentralbank
als Zielwert anpeilt. Auch die sogenannte Kerninflation, die die stark
schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel ausklammert,
blieb mit 2,5 Prozent erhöht - ein Zeichen dafür, dass der
Preisauftrieb breit angelegt ist und nicht nur an Einzelposten hängt.
Energie treibt, Lebensmittel kaum teurer
Den stärksten Preisschub gab es erneut bei der Energie mit plus
6,6 Prozent. Dahinter steht vor allem leichtes Heizöl (+47,9 Prozent)
und Kraftstoff (+18,0 Prozent), während Strom (-5,0 Prozent) und
Erdgas (-2,9 Prozent) sogar billiger wurden - unter dem Strich blieb
die Haushaltsenergie damit knapp im Minus.
Nahrungsmittel verteuerten sich im Schnitt nur um 0,4 Prozent, und das
Bild ist sehr gemischt. Deutlich teurer wurden Eier (+14,6 Prozent),
Fisch (+3,7 Prozent) und Obst (+3,2 Prozent). Dem stehen kräftige
Rückgänge gegenüber: Butter verbilligte sich um 29,1 Prozent,
Speisefette und -öle sowie Kartoffeln jeweils um 15,3 Prozent und
Molkereiprodukte um 6,4 Prozent. Wer viel frisch kocht, spürt die
Entlastung an der Kasse deutlicher als der reine Durchschnittswert
vermuten lässt.
Dienstleistungen und Waren
Dienstleistungen kosteten 3,1 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die
für viele Haushalte wichtigen Nettokaltmieten stiegen um
1,9 Prozent, Gaststättenbesuche um 3,0 Prozent. Waren insgesamt
verteuerten sich um 2,2 Prozent - dabei legten Verbrauchsgüter
(+2,9 Prozent) stärker zu als langlebige Gebrauchsgüter
(+1,0 Prozent). Gegen den Trend günstiger wurde Technik:
Unterhaltungselektronik sank um 4,7 Prozent, große Haushaltsgeräte
um 2,3 Prozent.
Was das für Verbraucher und den Handel bedeutet
Für den Einzelhandel ist die Lage zwiespältig. Dass einige
Grundnahrungsmittel und Technikartikel billiger werden, entlastet die
Haushalte und kann die Kauflaune stützen. Gleichzeitig hält die
hartnäckige Kerninflation von 2,5 Prozent den allgemeinen
Preisdruck hoch, und Mieten sowie Dienstleistungen binden weiter einen
großen Teil des Budgets. Das passt zur gedrückten Stimmung,
die das HDE-Konsumbarometer
zuletzt zeigte. Ob die leichte Entlastung bei einzelnen Produkten
tatsächlich in mehr Umsatz mündet, hängt vor allem davon
ab, ob die Verbraucher wieder mehr Vertrauen in die wirtschaftliche
Entwicklung fassen.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Nr. 199 vom 12. Juni 2026
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Tjark ist Webmaster von Offline-einkaufen.com und verantwortet
Technik und Marketing der Webseite. Er schreibt über
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Statistisches Bundesamt: Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte 12,3 Prozent unter Vorjahr. Speisekartoffeln -54,7, Milch -26,2 und Obst -24,3 Prozent billiger.