Mit der Ernennung neuer Bundesminister richtet der Handelsverband
Deutschland (HDE) klare Erwartungen an die Politik. Der größte
Branchenverband des Einzelhandels fordert vor allem eines: verlässliche
Rahmenbedingungen und spürbare Entlastungen für Unternehmen und
Verbraucher. Reformen dürften nicht länger auf sich warten lassen.
Anlass für den Appell ist die Neubesetzung wichtiger Ressorts. Mit
Carsten Linnemann als Bundesgesundheitsminister und Steffen Bilger als
Bundesverkehrsminister übernehmen zwei Politiker Aufgaben, die den
Einzelhandel unmittelbar betreffen - von den Lohnzusatzkosten bis zur
Verkehrsinfrastruktur. Der HDE nutzt den Amtsantritt, um seine
wichtigsten Anliegen auf den Tisch zu legen.
Minijobs und Lohnzusatzkosten
Besonders deutlich wird der Verband beim Thema Beschäftigung. Der
HDE warnt vor einer schrittweisen Abschaffung der Minijobs und lehnt
weitere Kostensteigerungen ab. Allein im Einzelhandel arbeiten rund
800.000 Menschen in Minijobs - für viele Betriebe ein
unverzichtbarer Baustein der Personalplanung. Für große Möbelhäuser genauso wie für Baumärkte, Outlet-Center und viele kleine Fachgeschäfte und Supermärkte.
Kritisch sieht der Verband
auch eine geplante Beitragspflicht in der Pflegeversicherung, die die
Arbeitgeberabgaben in Richtung 40 Prozent treiben würde. Weitere
Belastungen bei den Lohnzusatzkosten, so die Sorge, würden gerade
kleinere Händler hart treffen.
Verkehr und Infrastruktur
An den neuen Verkehrsminister richtet der HDE die Forderung nach einer
langfristig planungssicheren Finanzierung von Autobahnen, Brücken und
Schienennetz. Statt kurzfristiger Sperrungen und Stückwerk brauche es
eine verlässliche Modernisierung der Verkehrswege sowie den Ausbau
klimafreundlicher Nutzfahrzeugtechnologien samt passender Infrastruktur.
"Der Handel ist auf funktionierende Verkehrswege angewiesen", betont
HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth - schließlich hängen
Warennachschub und pünktliche Belieferung der Geschäfte direkt
daran.
Was das für Handel und Verbraucher bedeutet
Die Forderungen des HDE zielen letztlich auf stabile Kosten und
funktionierende Abläufe - und beides kommt am Ende auch den Kunden
zugute. Bleiben Lohnzusatzkosten und Bürokratie im Griff und laufen
Lieferketten reibungslos, hilft das, Preise stabil zu halten und
Geschäfte vor Ort zu erhalten. Die Meldung reiht sich ein in eine
Serie von Appellen des Verbands: Schon zuvor hatte der HDE angesichts der
schlechten Stimmung im Einzelhandel
und der Debatte um die Minijobs
rasche Reformen angemahnt. Ob die neue Regierung die geforderte
Verlässlichkeit liefert, wird sich in den kommenden Monaten zeigen.
Quelle: Pressemitteilung des Handelsverbands Deutschland (HDE) vom 29. Juli 2026
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Tjark ist Webmaster von Offline-einkaufen.com und verantwortet
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