Der stationäre Möbelhandel verliert einen weiteren großen Namen: Das Bremer Traditionsunternehmen Flamme Küchen + Möbel stellt seinen Geschäftsbetrieb ein und schließt im Laufe des Jahres 2026 sämtliche Standorte in Deutschland. Rund 300 Mitarbeiter sind von der Schließung betroffen. Lesen Sie in diesem Artikel, was hinter dem Aus für das fast 100 Jahre alte Familienunternehmen steckt und was das für den Möbelmarkt bedeutet.
Traditions-Möbelhaus gibt nach fast 100 Jahren auf
Fast ein Jahrhundert Firmengeschichte geht zu Ende
Wie unter anderem der NDR am 27. Januar 2026 berichtete, wird das Möbelhaus Flamme Küchen + Möbel im Laufe dieses Jahres alle sechs Filialen dauerhaft schließen. Geschäftsführerin Tina Flamme bestätigte die Entscheidung am selben Tag. Das Unternehmen mit Hauptsitz in Bremen wurde 1929 von Friedrich A. Flamme gegründet - ursprünglich als regionaler Holzhandel. Über die Jahrzehnte hinweg entwickelte sich Flamme zu einem überregional bekannten Händler für hochwertige Markenmöbel und Küchen, der zuletzt jährlich rund 3.000 Küchenprojekte realisierte. Weitere Informationen über Flamme Möbel
Betroffen sind die Standorte in Berlin, Bremen, Frankfurt am Main, Fürth, Kirchheim-Heimstetten bei München sowie das SofaLoft in Hannover. Wie auf der Webseite zu lesen, hat in der Filiale im bayerischen Fürth bereits der Räumungsverkauf begonnen.
Warum das Flamme Möbel schließen muss
Die Gründe für das Ende sind vielschichtig. Laut Geschäftsführerin Tina Flamme sei die Entscheidung nach intensiver Beratung und sorgfältiger Abwägung zahlreicher wirtschaftlicher, politischer und persönlicher Faktoren gefallen. Einen einzelnen Auslöser gibt es demnach nicht. Branchenbeobachter sehen die Ursachen vor allem in den gestiegenen Kosten für den stationären Handel, dem veränderten Konsumverhalten der Kunden und dem zunehmenden Druck durch den Onlinehandel. Wie das Fachportal Retail News berichtete, geraten mittelständische Möbelhändler zunehmend unter Druck, wenn ihnen digitale Strategien oder externe Kapitalgeber fehlen.
Die Geschäftsführung betonte, die Schließung werde geordnet und mit Verantwortung gegenüber Kunden und Mitarbeitern ablaufen. Ein konkreter bundeseinheitlicher Schließungstermin wurde bislang allerdings nicht genannt.
Weiteres Warnsignal für den stationären Möbelhandel
Das Aus von Flamme Küchen + Möbel ist kein Einzelfall. Erst Ende 2025 gab mit Möbel Hübner eines der bekanntesten Möbelhäuser Berlins nach 117 Jahren seine bevorstehende Schließung bekannt - derzeit läuft dort noch der Räumungsverkauf. Auch die Insolvenz von Brüder Schlau und die damit verbundenen Auswirkungen auf die Hammer-Filialen zeigen, wie sehr der Möbelmarkt unter Druck steht. Die Kombination aus schwacher Konsumlaune, hohen Miet- und Energiekosten und der wachsenden Konkurrenz durch den Onlinehandel macht es gerade mittelständischen Händlern zunehmend schwer, wirtschaftlich zu bestehen.
Für Kunden, die noch offene Bestellungen bei Flamme haben oder den Räumungsverkauf nutzen möchten, empfiehlt es sich, zeitnah den jeweiligen Standort zu kontaktieren, um sich über die genauen Abläufe und Fristen zu informieren. Eine Liste der Filialen von Flamme Möbel mit Öffnungszeiten finden Sie in unserem Portal.
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