Die Preise, zu denen Hersteller ihre Waren verkaufen, sind im Juni 2026
gegenüber dem Vorjahr um 1,8 Prozent gestiegen. Das teilt das
Statistische Bundesamt mit. Gegenüber dem Vormonat gaben die
gewerblichen Erzeugerpreise leicht um 0,3 Prozent nach. Vor allem teure
Metalle und Rohstoffe treiben - Energie und einige Lebensmittel wurden
dagegen günstiger.
Hohe Energiepreise und Rohstoffpreise sorgen für teure Produkte des täglichen Bedarfs. Foto: AREE - stock.adobe.com
Was die Erzeugerpreise aussagen
Die Erzeugerpreise messen, was Hersteller für ihre Produkte
verlangen - also die Preise am Anfang der Kette, noch bevor die Ware
über Groß- und Einzelhandel im Laden landet. Sie gelten
deshalb als früher Hinweis darauf, wohin sich die Verbraucherpreise
bewegen könnten. Im Juni 2026 lag der Gesamtindex 1,8 Prozent
über dem Vorjahr, blieb damit aber moderat.
Metalle und Rohstoffe treiben die Preise
Am stärksten legten die Vorleistungsgüter zu - also Vorprodukte,
die weiterverarbeitet werden. Sie verteuerten sich um 5,1 Prozent zum
Vorjahr. Besonders deutlich stiegen die Preise für Metalle
(+11,8 Prozent), angetrieben von Edelmetallen (+44,0 Prozent) und Kupfer
(+26,0 Prozent). Auch chemische Grundstoffe (+12,9 Prozent) und
Düngemittel (+17,0 Prozent) wurden merklich teurer. Investitions-
und Gebrauchsgüter legten mit 2,1 beziehungsweise 1,8 Prozent
moderater zu.
Energie und einige Lebensmittel günstiger
Bei der Energie war das Bild gemischt: Insgesamt lagen die Preise nur
0,4 Prozent über dem Vorjahr, gegenüber dem Vormonat sanken sie
um 1,8 Prozent. Strom (-4,2 Prozent) und Erdgas (-1,8 Prozent) wurden
billiger, während Mineralölerzeugnisse mit plus 23,7 Prozent
deutlich über dem Vorjahr lagen. Bei den Verbrauchsgütern -
also Produkten, die direkt beim Verbraucher ankommen - fielen die Preise
insgesamt um 2,2 Prozent. Deutlich billiger als vor einem Jahr waren
Butter (-42,0 Prozent) und Schweinefleisch (-21,8 Prozent).
Was das für Verbraucher und Handel bedeutet
Weil die Erzeugerpreise dem Ladenpreis vorauslaufen, lohnt der Blick auf
die Details: Wo Hersteller mehr verlangen - etwa bei metall- und
rohstoffintensiven Produkten - kann das mit Verzögerung auch im
Regal ankommen. Umgekehrt entlasten sinkende Energie- und
Lebensmittelpreise. Für den Handel bleibt die Lage damit
zwiespältig: Manche Einkaufskosten steigen, andere sinken. Wie sich
die Verbraucherpreise zuletzt entwickelten, lesen Sie in unserer
Übersicht der
aktuellen Nachrichten aus dem Einzelhandel.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Nr. 256 vom 20. Juli 2026
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Tjark ist Webmaster von Offline-einkaufen.com und verantwortet
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