Einzelhandelsumsatz Juli 2026: real 3,4 Prozent unter Vormonat

Der deutsche Einzelhandel hat im Juli 2026 spürbar weniger umgesetzt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Umsätze gegenüber dem Vormonat real - also preisbereinigt - um 3,4 Prozent, nominal um 1,7 Prozent. Auch im Vergleich zum Vorjahr steht ein reales Minus von 2,5 Prozent. Fast alle Bereiche gaben nach.

Der Umsatz im deutschen Einzelhandel sinkt weiter
Der Umsatz im deutschen Einzelhandel sinkt weiter. Foto: Jacob Lund - stock.adobe.com

Deutliches Minus zum Vormonat

Der Wert ist ein Rückschlag: Real, also um die Preissteigerungen bereinigt, lag der Einzelhandelsumsatz im Juli 2026 um 3,4 Prozent unter dem Juni. Dass das nominale Minus mit 1,7 Prozent kleiner ausfällt, zeigt, dass ein Teil des Umsatzes nur durch höhere Preise zustande kam. Im Vergleich zum Juli des Vorjahres ergibt sich real ein Rückgang von 2,5 Prozent, während die nominalen Umsätze mit plus 0,3 Prozent noch knapp im Plus lagen.

Einzelhandelsumsatz Juli 2026 real zum Vormonat: Lebensmittel -0,8 Prozent, Nicht-Lebensmittel -4,8 Prozent, Internet- und Versandhandel -5,6 Prozent, Tankstellen -9,1 Prozent, Einzelhandel gesamt -3,4 Prozent

Fast alle Bereiche im Minus

Der Blick auf die einzelnen Bereiche zeigt, wie breit der Rückgang ausfällt. Der Lebensmitteleinzelhandel kam mit einem realen Minus von 0,8 Prozent zum Vormonat noch vergleichsweise glimpflich davon. Deutlich stärker traf es die Nicht-Lebensmittel mit minus 4,8 Prozent. Auch der Internet- und Versandhandel, sonst ein verlässlicher Wachstumstreiber, verlor real 5,6 Prozent. Am kräftigsten brach der Umsatz an den Tankstellen ein (real minus 9,1 Prozent) - hier wirkt sich vor allem das Ende der vergünstigten Energiesteuer auf Kraftstoffe aus. Auch viele Einkaufscentren und Möbelhäuser in Deutschland haben zu kämpfen.

Was das für Verbraucher und Handel bedeutet

Die Zahlen unterstreichen, wie zurückhaltend die Verbraucher derzeit einkaufen. Dass selbst der sonst robuste Online-Handel und der Lebensmittelbereich nachgeben, deutet auf eine allgemein gebremste Kauflaune hin - passend zur schwachen Konsumstimmung der vergangenen Monate. Für den stationären Handel bleibt das ein schwieriges Umfeld, gerade in den Innenstädten. Bei uns im Portal finden Sie einige Einkaufstipps für Verbraucher die beim sparen helfen!

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) Nr. 312 vom 1. September 2026

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Tjark Knittel
Tjark Knittel

Tjark ist Webmaster von Offline-einkaufen.com und verantwortet Technik und Marketing der Webseite. Er schreibt über allgemeine Verbraucherthemen und Nachrichten aus dem deutschen Einzelhandel.

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