Was soll ein moderner Kühlschrank können?
Erfahren Sie, was der Kühlschrank der Zukunft bereits heute
kann und wie er Ihnen das Leben erleichtert. Moderne Geräte
sind längst mehr als nur Kühlboxen - sie sind vernetzte
Haushaltshelfer mit eigenem Touchscreen und KI-Funktionen.
Vernetzte Kühlschränke mit Live-Kamerabild
Stellen Sie sich vor: Sie sind gerade im Supermarkt und fragen
sich, ob Sie alle Zutaten für ein bestimmtes Rezept
vorrätig haben. Wäre es nicht praktisch, wenn Sie direkt
nachsehen könnten? Mit einem smarten Kühlgerät, wie
es derzeit Bosch, LG und Samsung anbieten, ist das keine
Zukunftsmusik. Über eine Smartphone-App greifen Sie unterwegs
auf die Kameras Ihres Kühlschranks zu, die Ihnen ein gestochen
scharfes Bild aus dem Inneren liefern. Auf dem Live-Bild können
Sie direkt erkennen, ob Sie die gewünschten Zutaten
vorrätig haben oder diese noch einkaufen müssen. Die
smarte Funktion spart ohne Frage Geld und wertvolle Zeit.
Smarte Features gegen Lebensmittelverschwendung
Ein weiteres Feature soll der Verschwendung von Lebensmitteln
entgegenwirken. Immerhin landen jedes Jahr rund elf Millionen
Tonnen Nahrungsmittel im Müll - Tendenz steigend. Die smarten
Kühlschränke von Samsung & Co. fordern Sie aus diesem
Grund auf, beim Einräumen von Lebensmitteln das
Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) anzugeben. Läuft der Käse
oder die Milch ab, erinnert Sie der Kühlschrank via App oder
auf dem integrierten Touchscreen rechtzeitig daran. So haben Sie
Zeit, die Lebensmittel vor dem Verderben aufzubrauchen.
Intelligente Sensortechnik soll gleichzeitig die Haltbarkeit von
Lebensmitteln erhöhen. Steigt beispielsweise die Temperatur
im Inneren des Kühlschranks an oder nimmt die Luftfeuchtigkeit
zu, informiert Sie das Gerät sofort auf dem Touchscreen und
Ihrem Smartphone. Über die App haben Sie so die Möglichkeit,
direkt einzugreifen und die Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit
anzupassen. Praktischer Nebeneffekt: Wenn Sie abends Gäste
erwarten, können Sie von unterwegs die Getränke extra
kühlen.
Rezeptvorschläge passend zum Kühlschrankinhalt
Sie kennen das sicher: Sie stehen vor Ihrem Kühlschrank und
wissen nicht, was Sie kochen sollen. Auch für diese
Situationen haben die Hersteller von Smart Fridges eine Lösung
parat. So zum Beispiel Samsungs "Family Hub"-Kühlschrank: Der
smarte Haushaltshelfer scannt den Inhalt des Kühlschranks und
sucht Ihnen passend dazu aus einer umfangreichen Rezeptdatenbank
Vorschläge, zu welchen Gerichten Sie die vorhandenen
Lebensmittel verarbeiten können. Das Wälzen von
Kochbüchern oder die Rezeptsuche im Internet bleibt Ihnen so
erspart, und auch sonst ungenutzte Lebensmittel werden verbraucht.
KI-Integration in moderne Kühlschränke
Die neueste Generation smarter Kühlschränke setzt
verstärkt auf künstliche Intelligenz. Samsung hat mit
seinem AI Family Hub einen Kühlschrank vorgestellt, dessen
integrierte KI die Essgewohnheiten der Familie analysiert und
darauf basierend personalisierte Rezeptvorschläge macht. Die
KI lernt mit der Zeit, welche Gerichte bevorzugt werden,
berücksichtigt Allergien und Unverträglichkeiten und
passt ihre Empfehlungen entsprechend an.
Auch LG setzt mit seiner ThinQ-Plattform auf KI-gestützte
Funktionen. Der Kühlschrank erkennt automatisch, welche
Lebensmittel eingelagert werden, und kann deren voraussichtliche
Haltbarkeit einschätzen - ganz ohne manuelles Einscannen.
Darüber hinaus optimiert die KI den Energieverbrauch, indem
sie Nutzungsmuster erkennt und die Kühlleistung entsprechend
anpasst.
Intelligente Kühlschränke senken aktiv Stromkosten
Ein wichtiges Thema bei smarten Kühlschränken sind die
niedrigeren Stromkosten. Dies erreichen die Geräte, indem sie
die Temperatur im Inneren dynamisch an die Außentemperatur
anpassen. Im Winter muss der Kühlschrank somit weniger
intensiv kühlen als an heißen Sommertagen.
Bewegungssensoren verhindern zudem, dass die Kühlschranktür
versehentlich geöffnet bleibt und Strom regelrecht verpufft.
Einige Modelle sind sogar in der Lage, selbstständig die
Tür zu öffnen und zu schließen.
Energieeffizienzklassen: Darauf sollten Sie achten
Seit März 2021 gelten in der EU neue Energieeffizienzlabels
für Kühlschränke. Die früheren Klassen A+++
bis D wurden durch eine übersichtlichere Skala von A bis G
ersetzt. Die meisten aktuellen Kühlschränke liegen
derzeit in den Klassen C bis F. Geräte der Klasse A sind
noch selten und entsprechend teuer. Beim Kauf lohnt sich der Blick
auf das Energielabel: Ein Kühlschrank der Klasse C verbraucht
deutlich weniger Strom als ein vergleichbares Modell der Klasse F
- über die gesamte Lebensdauer des Geräts können so
mehrere hundert Euro an Stromkosten eingespart werden. Gerade bei
smarten Kühlschränken sollte man bedenken, dass der
Touchscreen und die WLAN-Verbindung zusätzlich Strom
verbrauchen. Die intelligente Kühlsteuerung gleicht diesen
Mehrverbrauch in der Regel aber mehr als aus.
Kühlschränke, die selbstständig Lebensmittel bestellen
Eine Funktion, die jeder sofort mit einem Smart Fridge in
Verbindung bringt, ist das eigenständige Nachbestellen von
Lebensmitteln, bevor diese aufgebraucht sind. Inzwischen ist diese
Funktion deutlich praxistauglicher geworden als noch vor einigen
Jahren. Zahlreiche Lebensmittelhändler bieten mittlerweile
Online-Bestellungen und Lieferdienste an - darunter große
Ketten wie Rewe, Edeka, Aldi und Lidl sowie spezialisierte
Lieferdienste wie Flink und Picnic. Einige Smart Fridges wie der
Samsung Family Hub lassen sich direkt mit diesen Diensten verbinden
und können bei Bedarf automatisch eine Bestellung vorbereiten.
In der Praxis funktioniert das so: Der Kühlschrank erkennt,
wenn bestimmte Produkte zur Neige gehen, und erstellt einen
Bestellvorschlag. Sie prüfen diesen auf dem Touchscreen oder
in der App und bestätigen die Bestellung mit einem Fingertipp.
Voraussetzung dafür ist, die Produkte beim Einräumen zu
scannen, damit das Gerät den genauen Vorrat kennt. Praktisch:
So sind einige Smart Fridges auch in der Lage, Informationen zu
den Nährwerten einzelner Nahrungsmittel zu liefern.
Der Smart Fridge als Familien-Organizer und schwarzes Brett
Die neueste Generation intelligenter Kühlschränke ist
mehr als nur ein smartes Kühlgerät. Sie organisiert den
Haushalt und sorgt für Entertainment. Samsung bietet
beispielsweise mit seinem Family Hub die Möglichkeit, auf dem
großzügigen Touchscreen Kalender und Notizen zu
verwalten, E-Mails zu lesen, TV zu schauen oder im Netz zu
surfen. Die Zukunft des Kühlschranks verspricht also spannend
zu sein. Allerdings bleibt die Arbeit, den Kühlschrank
regelmäßig zu reinigen, leider bestehen. Auch wenn es
mittlerweile zahlreiche Geräte gibt, die nicht abgetaut
werden müssen, das Saubermachen bleibt dann doch am
Verbraucher hängen.
Tipp: Kühlschrank am besten offline kaufen
Gerade bei Kühlschränken lohnt sich der Gang ins
Geschäft. So können Sie die Größe des
Geräts einschätzen, die Aufteilung der Fächer
begutachten und sich vom Fachpersonal zur passenden
Energieeffizienzklasse beraten lassen. Viele Händler bieten
zudem die Mitnahme Ihres alten Geräts und eine fachgerechte
Entsorgung an. Kühlschränke kaufen Sie zum Beispiel bei
IKEA,
Höffner,
Porta,
Poco sowie
in den Elektronikfachmärkten
Media Markt
und Saturn.
Oliver K.
Technik-affiner Familienvater aus Nordrhein-Westfalen. Schreibt für uns Ratgeber rund um Smartphones im Einkauf, Bezahlmethoden im stationären Handel und die Schnittstelle zwischen Online- und Offline-Shopping.