Möbel offline kaufen

Umzug, Zusammenziehen, Nachwuchs unterwegs - es gibt viele Gründe, neue Möbel zu kaufen. Doch warum sollte man dies lieber offline tun? Probesitzen, Stoffe fühlen, sichere Lieferung und Montage sind nur einige der Vorteile, die der Online-Möbelkauf nicht bieten kann.

Möbel fürs Wohnzimmer
Möbel günstig offline kaufen. Symbolbild: © Nikita Kuzmenkov

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Möbel offline kaufen - Die Vorteile

Steht ein Tapetenwechsel oder eine räumliche Veränderung bevor, ist nichts so inspirierend wie ein Spaziergang durch ein Möbelhaus. Hier liegt auch der größte Vorteil des Kaufs von Möbeln offline. Viele Möbelhäuser setzen ihre Angebote durch Darstellung kleiner, real und bewohnt wirkender Räume in Szene. Ein Beispielbild, das auch die Fantasie des Kunden anregt und diesen oft auf ganz neue, innovative Ideen bringt. Das schwedische Möbelhaus IKEA setzt zum Beispiel häufig auf die Kombination verschiedener Farb- und Holzelemente und lässt so auch die kleinsten Räume lebendig und großzügig wirken. Kleine Wohnungen laden hier zum Träumen ein und lassen einen fast die Frage stellen, wer hier wohl wohnt. Doch die Inspiration, die aufkommt, wenn man Möbel offline kauft, ist nicht der einzige Vorteil.

Welche Möbel man am besten offline kauft

Es gibt Möbelstücke, die kann man online kaufen - wenn man denn möchte. Und solche, bei denen grundsätzlich eher davon abzuraten ist. Polstermöbel beispielsweise gehören dazu. Zahlen in der Produktbeschreibung sagen hier nicht viel aus. Sitztiefe, Höhe des Möbelstücks und vor allem der Widerstand der Sitzfläche müssen vor Ort überprüft werden, um sicher zu sein, dass man lange Freude an dem Möbelstück hat. In der Regel ist zudem die Individualisierungsmöglichkeit in einem Möbelhaus größer. Auch Büromöbel kauft man besser offline. Denn nichts ist bei der Arbeit so wichtig wie ein guter Sitz und eine optimale Schreibtischhöhe. Besonders empfehlenswert: höhenverstellbare Tische, die auch das zeitweise Arbeiten im Stehen erlauben.

Warum Polstermöbel online kaufen riskant ist

Gerade bei Sofas, Sesseln und Polsterbetten zeigen sich die größten Nachteile des Online-Möbelkaufs. Ein Foto kann weder die Härte der Polsterung noch den Sitzkomfort vermitteln. Viele Kunden berichten, dass online bestellte Sofas entweder zu weich oder zu hart waren - ein Umtausch bei solch sperrigen Möbelstücken ist aufwendig und teuer. Hinzu kommt, dass Farben und Stoffqualitäten auf dem Bildschirm anders wirken als in der Realität. Ein Stoff, der online elegant und robust aussieht, kann sich vor Ort als dünn und empfindlich herausstellen. Im Möbelhaus können Sie den Bezugsstoff anfassen, die Verarbeitung der Nähte prüfen und verschiedene Polsterhärten direkt vergleichen. Gerade bei höherpreisigen Polstermöbeln, die viele Jahre halten sollen, ist dieses Probesitzen unverzichtbar.

Wo kann man günstig Möbel kaufen?

Eine Übersicht der großen Möbelhausketten finden Sie unter Möbelhäuser, verkaufsoffener Sonntag und Öffnungszeiten. Bekannte Adressen sind unter anderem IKEA, Höffner, Möbel Boss, Möbel Kraft, XXXL Möbelhäuser, Porta, Roller, Poco, Flamme Möbel, Multipolster, Sconto, Mömax und Teppich Kibek.

"Aber die Lieferung muss extra bezahlt werden"

Eines der häufigsten Argumente, wenn man nach den Gründen für das Online-Shopping von Möbeln fragt, ist die vermeintlich kostengünstige Lieferung inklusive. Doch Vorsicht: Hier ist einmal mehr geraten, das Kleingedruckte zu lesen. Viele Versandhäuser von Möbeln liefern nur bis Bordsteinkante. Das bedeutet, man ist schnell auf sich alleine gestellt, um den neuen Wohnzimmerschrank in den dritten Stock Altbau ohne Fahrstuhl zu schleppen. Bis Bordsteinkante wird auch dann nur geliefert, wenn es in Strömen regnet und die Ledercouch nur bedingt gut auf Wasser reagiert. Bei einem Möbelhaus muss man die Lieferung nach Hause zwar meistens extra bezahlen, eine Versicherung bei Schäden durch den Transport und ein Tragen bis in die Wohnung sind hier aber in der Regel im Preis mit drin. Das macht das Offline-Möbelkaufen um einiges stressfreier. Und wer keine Lust hat, die neuen Möbel selbst zusammenzubauen, kann den Aufbau gleich mitbestellen.

Wer sich also die Zeit nimmt, durch mehrere Möbelhäuser zu schlendern, sich inspirieren zu lassen und Preise zu vergleichen, ist meist besser beraten. Tipp: Fragen Sie auch mal nach, ob es die Möbel nur in der Ausführung gibt, wie sie ausgestellt sind. Meist gibt es nämlich unzählige Variationen und nur eine davon wird beispielhaft ausgestellt. Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel Tipps für den Möbelkauf.

Beliebte Services beim Möbel kaufen

Fragen Sie einfach die Mitarbeiter der Möbelhäuser nach den Serviceleistungen. Manchmal ist die Lieferung nämlich auch schon im Preis enthalten. Übrigens gibt es oft auch eine Kinderbetreuung im Möbelhaus. So haben Sie die Möglichkeit, in Ruhe nach geeigneten Möbelstücken Ausschau zu halten, während Ihre Kinder spielen und sich austoben können.

Second-Hand-Möbel: Günstig und nachhaltig

Wer günstig Möbel kaufen möchte und gleichzeitig auf Nachhaltigkeit achtet, sollte auch den Kauf gebrauchter Möbel in Betracht ziehen. Auf Flohmärkten, in Sozialkaufhäusern und bei lokalen Gebrauchtwaren-Händlern finden sich oft hochwertige Möbelstücke zu einem Bruchteil des Neupreises. Massivholzmöbel beispielsweise sind äußerst langlebig und können nach dem Abschleifen und einer neuen Lackierung wieder wie neu aussehen.

Der große Vorteil beim Offline-Kauf von gebrauchten Möbeln: Sie können den Zustand direkt begutachten und auf Kratzer, Wasserflecken oder instabile Verbindungen prüfen. Das ist online anhand von Fotos nur schwer möglich. Außerdem entfällt bei der Selbstabholung das Risiko von Transportschäden, und Sie sparen die Versandkosten.

L. E.

Sie schreibt über Verbraucherthemen und stellt einzelne Geschäfte und Einkaufscenter vor. Als selbst Betroffene liegt ihr besonders das Thema Barrierefreiheit beim Einkaufen am Herzen.