Kleidung offline kaufen

Neues Outfit gesucht? Das lässt sich sehr gut offline finden. Vor Ort kann man alles anprobieren, Stoffe prüfen und Kombinationen ausprobieren - das ersetzt kein Onlineshop. Hier ein Überblick zu Damen-, Herren-, Kindermode und Schuhen.

Frau beim Kleidung kaufen
Vorteile, wenn man die Kleidung offline kauft. Symbolbild: © Andrey_Arkusha

Mode-Kategorien im Detail

Damen, Herren, Kinder, Schuhe - jede Mode-Kategorie hat ihre eigenen Besonderheiten, wenn es um den Kauf im Geschäft geht.

Kleidung offline kaufen - Die Vorteile

Der Onlinehandel macht mit Kleidung den stärksten Umsatz. Schon vor dem Internet hat sich der Versandhandel im Bereich Textilien fest etabliert. Größen wie OTTO, Bader und andere sind jedem ein Begriff. Und der Versandhandel ist bequem: keine engen Umkleidekabinen, kein Gedrängel, oft kostenloser Rückversand.

Dennoch spricht auch einiges dafür, Kleidung offline zu kaufen. So ist zum Beispiel eine Qualitätsüberprüfung des Stoffes vor Ort möglich. Auch Mängel können sofort entdeckt werden und ersparen das zeitraubende Umtauschen per Post. Wer besonders empfindlich auf Chemikalien reagiert, die in der Textilindustrie eingesetzt werden, sollte zudem auf seinen Geruchssinn setzen. Riecht die Kleidung besonders beißend, kann in Erwägung gezogen werden, auf den Kauf zu verzichten. Diese Überprüfung vor dem Kauf bietet der Onlinehandel selbstverständlich nicht.

Tipps für Offline-Shopping-Muffel

Den eingangs erwähnten Vorteilen des Online-Shoppings ist beim Thema Kleidung nur wenig entgegenzusetzen. Dennoch ist auch Offline-Shopping-Muffeln geraten, der Kleiderjagd vor Ort eine Chance zu geben. Denn den vermeintlichen Nachteilen dieses Einkaufens kann man ganz einfach entgehen. Wer Umkleidekabinen scheut, weil sie oft besetzt sind, kann seine Shoppingtour auf einen freien Tag verlegen. Vormittags sind fast alle Geschäfte besonders leer und das Personal freut sich auf Kundschaft. Da bleibt gleich auch noch ein wenig Zeit für eine freundliche und kompetente Beratung.

Möchte man die Umkleidekabine am liebsten komplett vermeiden, fragt man am besten nach Umtauschmöglichkeiten an der Kasse. Gegebenenfalls kann man dann die Kleidung mit nach Hause nehmen, dort anprobieren und bei Bedarf später wieder umtauschen (Worauf achten beim Umtausch?). Ein weiterer Tipp: Möglichst nie gezielt nach etwas suchen. Besser ist es, sich vom Angebot treiben zu lassen. So findet man die besseren Schnäppchen und kehrt glücklich und zufrieden nach Hause zurück.

Keine Scheu vorm Nachfragen

Das Beste am Offline-Shopping ist die Gesellschaft. Auch wer auf sich alleine gestellt ist, hat immer die Möglichkeit, einen Umstehenden zu fragen, ob das ausgesuchte Kleidungsstück passt. Dabei sollte man keine Scheu haben, Verkäufer oder auch einmal andere Kunden anzusprechen. So hat ein Offline-Kauf von Kleidung schon vor manchem Fehlkauf bewahrt. Ein weiterer Vorteil der Beratung durch eine Verkäuferin oder einen Verkäufer ist, dass man auch nach interessanten Kombinationen verschiedener Kleidungsstücke fragen kann. Wer schlau ist, nutzt also den persönlichen Aspekt des Offline-Einkaufens von Kleidung zu seinen Gunsten.

Wo Kleidung offline kaufen?

Bekannte Modeketten in Deutschland sind unter anderem Primark, Hollister und das Zalando Outlet. Weitere Adressen finden Sie in der Übersicht aller Modegeschäfte in Deutschland. Sehr beliebt sind auch das Designer Outlet Berlin und das Fashion Outlet Zweibrücken.

Preiswert Kleidung kaufen

Man kann übrigens auch sehr preiswert Kleidung kaufen. So bieten Discounter und Supermärkte in regelmäßigen Abständen Kleidung an. Diese kann man zwar nicht im Laden anprobieren, aber meist ohne Komplikationen zurückgeben. In den letzten Jahren sind auch Second-Hand-Klamotten sehr beliebt geworden. Manchmal kauft man ein Kleidungsstück, trägt es nur einmal und dann hängt es im Schrank. Wer beim Ausmisten des Kleiderschranks solche Stücke entdeckt, gibt diese gerne weiter. Da findet sich manchmal auch ein hochwertiges Stück. Gerade für Kinder, die ja leider schnell wachsen oder auch mal etwas kaputt machen, empfiehlt es sich, preiswerte Kleidung zu kaufen.

Nachhaltigkeit und Second Hand

Immer mehr Menschen achten beim Kleidungskauf auf Nachhaltigkeit. Second-Hand-Läden, Flohmärkte und Kleidertauschbörsen bieten eine umweltfreundliche Alternative zum Neukauf. Auch viele Modeketten haben inzwischen eigene Recycling-Programme gestartet, bei denen man alte Kleidung abgeben und dafür Rabatte auf neue Ware erhalten kann. Wer bewusst einkauft und auf Qualität statt Quantität setzt, schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt. Besonders in größeren Städten gibt es mittlerweile zahlreiche Vintage-Läden, die hochwertige gebrauchte Kleidung zu fairen Preisen anbieten. Auch Plattformen wie Vinted haben den Gebrauchtwarenmarkt für Kleidung stark belebt - wer die Stücke aber vor dem Kauf sehen und anprobieren möchte, ist mit einem Besuch im lokalen Second-Hand-Laden besser beraten.

L. E.

Sie schreibt über Verbraucherthemen und stellt einzelne Geschäfte und Einkaufscenter vor. Als selbst Betroffene liegt ihr besonders das Thema Barrierefreiheit beim Einkaufen am Herzen.