Kleidung offline kaufen - Die Vorteile
Der Onlinehandel macht mit Kleidung den stärksten Umsatz. Schon
vor dem Internet hat sich der Versandhandel im Bereich Textilien
fest etabliert. Größen wie OTTO, Bader und andere sind
jedem ein Begriff. Und der Versandhandel ist bequem: keine engen
Umkleidekabinen, kein Gedrängel, oft kostenloser Rückversand.
Dennoch spricht auch einiges dafür, Kleidung offline zu kaufen.
So ist zum Beispiel eine Qualitätsüberprüfung des
Stoffes vor Ort möglich. Auch Mängel können sofort
entdeckt werden und ersparen das zeitraubende Umtauschen per Post.
Wer besonders empfindlich auf Chemikalien reagiert, die in der
Textilindustrie eingesetzt werden, sollte zudem auf seinen
Geruchssinn setzen. Riecht die Kleidung besonders beißend,
kann in Erwägung gezogen werden, auf den Kauf zu verzichten.
Diese Überprüfung vor dem Kauf bietet der Onlinehandel
selbstverständlich nicht.
Tipps für Offline-Shopping-Muffel
Den eingangs erwähnten Vorteilen des Online-Shoppings ist
beim Thema Kleidung nur wenig entgegenzusetzen. Dennoch ist auch
Offline-Shopping-Muffeln geraten, der Kleiderjagd vor Ort eine
Chance zu geben. Denn den vermeintlichen Nachteilen dieses
Einkaufens kann man ganz einfach entgehen. Wer Umkleidekabinen
scheut, weil sie oft besetzt sind, kann seine Shoppingtour auf
einen freien Tag verlegen. Vormittags sind fast alle Geschäfte
besonders leer und das Personal freut sich auf Kundschaft. Da
bleibt gleich auch noch ein wenig Zeit für eine freundliche
und kompetente Beratung.
Möchte man die Umkleidekabine am liebsten komplett vermeiden,
fragt man am besten nach Umtauschmöglichkeiten an der Kasse.
Gegebenenfalls kann man dann die Kleidung mit nach Hause nehmen,
dort anprobieren und bei Bedarf später wieder umtauschen
(Worauf achten beim Umtausch?).
Ein weiterer Tipp: Möglichst nie gezielt nach etwas suchen.
Besser ist es, sich vom Angebot treiben zu lassen. So findet man
die besseren Schnäppchen und kehrt glücklich und zufrieden
nach Hause zurück.
Keine Scheu vorm Nachfragen
Das Beste am Offline-Shopping ist die Gesellschaft. Auch wer auf
sich alleine gestellt ist, hat immer die Möglichkeit, einen
Umstehenden zu fragen, ob das ausgesuchte Kleidungsstück
passt. Dabei sollte man keine Scheu haben, Verkäufer oder
auch einmal andere Kunden anzusprechen. So hat ein Offline-Kauf
von Kleidung schon vor manchem Fehlkauf bewahrt. Ein weiterer
Vorteil der Beratung durch eine Verkäuferin oder einen
Verkäufer ist, dass man auch nach interessanten Kombinationen
verschiedener Kleidungsstücke fragen kann. Wer schlau ist,
nutzt also den persönlichen Aspekt des Offline-Einkaufens
von Kleidung zu seinen Gunsten.
Wo Kleidung offline kaufen?
Bekannte Modeketten in Deutschland sind unter anderem
Primark,
Hollister
und das Zalando Outlet.
Weitere Adressen finden Sie in der Übersicht aller
Modegeschäfte in Deutschland.
Sehr beliebt sind auch das
Designer Outlet Berlin
und das Fashion Outlet Zweibrücken.
Preiswert Kleidung kaufen
Man kann übrigens auch sehr preiswert Kleidung kaufen. So
bieten Discounter und Supermärkte in regelmäßigen
Abständen Kleidung an. Diese kann man zwar nicht im Laden
anprobieren, aber meist ohne Komplikationen zurückgeben. In
den letzten Jahren sind auch Second-Hand-Klamotten sehr beliebt
geworden. Manchmal kauft man ein Kleidungsstück, trägt
es nur einmal und dann hängt es im Schrank. Wer beim
Ausmisten des Kleiderschranks solche Stücke entdeckt, gibt
diese gerne weiter. Da findet sich manchmal auch ein hochwertiges
Stück. Gerade für Kinder, die ja leider schnell wachsen
oder auch mal etwas kaputt machen, empfiehlt es sich, preiswerte
Kleidung zu kaufen.
Nachhaltigkeit und Second Hand
Immer mehr Menschen achten beim Kleidungskauf auf Nachhaltigkeit.
Second-Hand-Läden, Flohmärkte und Kleidertauschbörsen
bieten eine umweltfreundliche Alternative zum Neukauf. Auch viele
Modeketten haben inzwischen eigene Recycling-Programme gestartet,
bei denen man alte Kleidung abgeben und dafür Rabatte auf
neue Ware erhalten kann. Wer bewusst einkauft und auf Qualität
statt Quantität setzt, schont nicht nur den Geldbeutel,
sondern auch die Umwelt. Besonders in größeren
Städten gibt es mittlerweile zahlreiche Vintage-Läden,
die hochwertige gebrauchte Kleidung zu fairen Preisen anbieten.
Auch Plattformen wie Vinted haben den Gebrauchtwarenmarkt für
Kleidung stark belebt - wer die Stücke aber vor dem Kauf
sehen und anprobieren möchte, ist mit einem Besuch im lokalen
Second-Hand-Laden besser beraten.
L. E.
Sie schreibt über Verbraucherthemen und stellt einzelne Geschäfte und Einkaufscenter vor. Als selbst Betroffene liegt ihr besonders das Thema Barrierefreiheit beim Einkaufen am Herzen.