Hinter vielen vertrauten Einkaufscentern und Handelsketten stehen
große Konzerne, die als Mutterunternehmen mehrere
Tochtergesellschaften unter einem Dach bündeln. Zu den
wichtigsten Handelskonzernen in Deutschland gehören die Metro
AG, die Rewe Group, der Tengelmann-Konzern, ECE Projektmanagement
und Unibail-Rodamco-Westfield. Hier eine Übersicht, wer hinter
welchen Marken steckt - und welche Einkaufscenter zu den
einzelnen Konzernen gehören.
Als Konzern wird ein Großunternehmen oder eine
Unternehmensgruppe unter einheitlicher Leitung bezeichnet. Es
gibt ein Mutterunternehmen und mehrere rechtlich selbständige
Tochterunternehmen. Im deutschen Einzelhandel kommen einige
Konzerne auf eine beachtliche Größe: Zu den wichtigsten
Handelsunternehmen zählen Metro AG, Tengelmann, Rewe Group,
ECE und Unibail-Rodamco-Westfield. Sie betreiben Supermärkte,
Baumärkte, Kaufhäuser, Einkaufscenter und viele weitere
Vertriebslinien.
Die Metro AG
Das Großhandelsunternehmen
Metro AG ist ein
börsennotierter Konzern mit Hauptsitz in Düsseldorf.
Gegründet wurde das Unternehmen 1963, damals wurde der
erste SB-Großmarkt in Essen-Vogelheim eröffnet. Im
Laufe der Jahre vergrößerte sich der Konzern durch
Verschmelzungen mit anderen Unternehmen. Zum Kerngeschäft
zählen heute der Cash & Carry Großhandel und
digitale Marktplätze fuer den Gastronomie- und
Gewerbebereich.
Der Tengelmann Konzern
Der Einzelhandelskonzern Tengelmann wurde 1867 gegründet.
Zunächst gab es eigene Produktionsstätten, 1953 wurde
in München das erste SB-Geschäft eröffnet. 1972
kam als zweites Standbein der Markendiscounter Plus hinzu. Heute
gehören bekannte Marken wie der Baumarkt
Obi, die
Textilkette Kik sowie die Tengelmann E-Commerce GmbH zum
Konzernverbund.
Die Rewe Group
Im Jahr 1927 nahm der Revisionsverband der Westkauf-Genossenschaften
(Rewe) in Köln seine Arbeit auf. Im Laufe der Jahre schlossen
sich immer mehr Einkaufsgenossenschaften an, dazu kamen
Übernahmen von Supermärkten und Ketten - darunter Bolle,
Extra und minimal. Heute gehören unter anderem der Baumarkt
Toom, die
Supermärkte Rewe, Nahkauf und Penny sowie die DER Touristik
Group zur Rewe Group.
Der ECE Konzern
ECE wurde 1965 von Werner
Otto vom Otto-Versand gegründet. Seit 1970 heißt das
Unternehmen kurz ECE, seit 1979 ECE Projektmanagement. Das erste
Shoppingcenter des Unternehmens war das Franken-Center in
Nürnberg, das 1969 eröffnete. 1970 folgte das
Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg. Heute betreibt der ECE
Konzern zahlreiche Einkaufscenter in fast ganz Deutschland -
darunter das Main-Taunus-Zentrum in Hessen, das RheinRuhrZentrum
in NRW, Nova Eventis in Sachsen, der Weserpark Bremen, das
A10-Center in Brandenburg und das Olympia-Einkaufszentrum in
München.
Der Konzern Unibail-Rodamco-Westfield
Unibail-Rodamco ist
ein französisches Immobilien- und Investmentunternehmen. Es
entstand durch die Fusion von Unibail aus Frankreich und Rodamco
Europe aus den Niederlanden. 2007 übernahm der Konzern die
australische Westfield Corporation - seitdem ist auch Westfield
im Konzernnamen enthalten. Weltweit betreibt der Konzern 92
Einkaufscenter. Das beliebteste deutsche Shoppingcenter des
Unternehmens ist das Westfield Centro Oberhausen. Weitere
Center sind unter anderem die Riem Arcaden in München sowie
das Paunsdorf Center und die Höfe am Brühl in Leipzig.
Weitere Konzerne in Deutschland
Natürlich gibt es noch weitere Konzerne im deutschen
Einzelhandel. Aldi setzt sich aus Aldi Nord und Aldi Süd
zusammen, die Schwarz-Gruppe betreibt Lidl und Kaufland. Wir
hoffen, dieses kleine "Whoiswho" hilft Ihnen, sich im Dschungel
der verschiedenen Anbieter etwas zurechtzufinden. Aktuell hat
es der Einzelhandel in Deutschland schwer: Einige Handelsketten
haben aufgegeben, so etwa Esprit. Auch Tupperware hat in
Deutschland den Geschäftsbetrieb eingestellt - umso
wichtiger wird es, ein
kundenfreundliches Geschäft zu gestalten.