Es werden zwar immer weniger - aber es gibt sie noch, die großen
Kaufhäuser in den deutschen Innenstädten. Große Ketten
wie Galeria Kaufhof oder Woolworth sind in vielen Städten
vertreten, daneben prägen einzelne Traditionshäuser wie das
KaDeWe in Berlin, das Alsterhaus in Hamburg oder Breuninger in
Stuttgart die Innenstadt-Lagen. Hier eine Übersicht der
bekanntesten Kaufhäuser mit Hintergrund und Standorten.
Neben Galeria gibt es in Deutschland eine ganze Reihe weiterer
Kaufhäuser und Warenhausketten, die teils stark regional
verankert sind: Woolworth mit über 800
Filialen ist die größte Kette im Niedrigpreissegment.
Im Norden Deutschlands betreibt Kaufhaus Stolz
37 Filialen. Manufactum setzt mit 18 Häusern
auf langlebige Produkte mit Tradition. Daneben sind
sb Lüning (17 Filialen),
Breuninger (12 Häuser im Süden und
Westen) und das traditionsreiche Kaufring mit
noch drei Filialen präsent.
Kaufhäuser nach Bundesland
Kaufhaus-Übersichten für einzelne Bundesländer mit
Standorten, Öffnungszeiten und regionalen Besonderheiten.
Nachdem die Kaufhauskette Galeria 2024 zahlreiche Filialen
geschlossen hat, kommt seit Mitte 2025 so langsam wieder Leben
in einige der Standorte. Wer wissen möchte, welche
Häuser wiedereroeffnen oder neu starten, findet eine
Übersicht der aktuellen Termine bei den
Neueröffnungen
im Einzelhandel.
Die Warenhäuser in Deutschland - eine kurze Geschichte
Schon Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden in Europa die ersten
Warenhäuser. Auch in Deutschland fanden die Menschen schnell
Gefallen am Konzept "Alles unter einem Dach". So eröffnete am
27. März 1907 das Kaufhaus des Westens (KaDeWe) in Berlin.
Noch heute zählt das Haus in der Tauentzienstraße zu
den größten Warenhäusern Europas - die
Feinkostabteilung ist die zweitgrößte Lebensmittel-
abteilung eines Warenhauses weltweit.
Ein weiteres bekanntes Warenhaus ist das Alsterhaus in Hamburg.
Eröffnet 1912, gehört es heute zu Karstadt. Auch das
zweitgrößte Kaufhaus Deutschlands liegt in der
Hansestadt: Das Karstadt in der Mönckebergstraße
("Karstadt Mö") bringt eine Verkaufsfläche von rund
43.700 m² auf die Waage.
Kaufhäuser in bester Citylage
Große Kaufhäuser befinden sich in der Regel in besten
Innenstadtlagen und sind mit Auto und öffentlichen
Verkehrsmitteln gut zu erreichen. Die Verkaufsflächen
erstrecken sich häufig über mehrere Stockwerke. Das
Sortiment ist vielseitig und teilweise auf bestimmte Produkt-
gruppen ausgerichtet: Das Alsterhaus etwa ist auf hochpreisige
Artikel wie Parfüm, Feinkost und Bekleidung spezialisiert.
Günstige Artikel des täglichen Bedarfs bietet
Woolworth an über 800 Standorten an, das Unternehmen
existiert in Deutschland bereits seit 1879. Wer Bücher,
Filme oder Musik und Noten sucht, schaut am besten im
Kulturkaufhaus Dussmann in Berlin-Mitte vorbei.
Vor- und Nachteile eines großen Kaufhauses
In einem großen Kaufhaus wird dank der Vielfalt an Marken
und Produkten nahezu jeder Warenwunsch erfüllt. Bei
schlechtem Wetter zeigen sich weitere Vorteile: Nässe,
Wind und Kälte stören das Einkaufsvergnügen
nicht. Große Kaufhäuser sind angenehm temperiert,
weite Wege müssen nicht zurückgelegt werden,
Parkhäuser sind oft direkt angeschlossen. Wer ein
großes Haus wie das Alsterhaus betritt, verschafft sich
am besten erst einmal einen Überblick - die Fülle
kann im ersten Moment überfordernd wirken.
Konkurrenz aus dem Internet
Im Kampf um Kunden haben es selbst große Kaufhausketten
nicht leicht. Galeria Kaufhof musste wegen Umsatzeinbußen
Filialen schließen, mittlerweile sind Galeria Kaufhof und
Karstadt fusioniert. Neben der Online-Konkurrenz machen den
Warenhäusern auch die
Einkaufscenter
und die großen
Elektronikmärkte das Leben schwer.