Weihnachtsgeschäft: Kleinere Budgets, geringerer Umsatz?

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Jahr für Jahr setzt der stationäre Einzelhandel auf erfolgreiche Wochen vor Weihnachten. Rund um Einkaufscentren und Fußgängerzonen finden sich hier für gewöhnlich besonders viele Shoppingfreunde, die nach Präsenten für Verwandte suchen. In diesem Jahr jedoch rechnet der Einzelhandel mit weniger Wachstum als noch in den vergangenen Jahren. Dass die Deutschen weniger Geld für Geschenke ausgeben möchten, dürfte ein Hauptgrund hierfür sein.

Drei Prozent Umsatzwachstum erwartet

Der Branchenverband HDE rechnet laut einer offiziellen Bekanntgabe im November und Dezember 2017 mit einem Umsatzwachstum von rund drei Prozent. In 2016 und 2015 lag dieser Wert mit 4,6 und 3,3 Prozent ein wenig höher. Der Verband weist vor allem darauf hin, dass Einzelhändler in diesem Jahr auf ganze zwei Verkaufstage verzichten müssen. Steht Kunden weniger Zeit zum Shoppen und Entdecken zur Verfügung, sinken automatisch auch die Verkaufschancen.

Kleinere Geldbeutel in 2017

Doch das ist nicht alles. So spricht auch eine Umfrage des HDE für geringere Umsätze im diesjährigen Weihnachtsgeschäft. Der Umfrage zufolge planen Kunden in 2017 durchschnittlich 466 Euro für den Kauf von Weihnachtsgeschenken ein. 2016 noch lang dieser Durchschnittswert knapp elf Euro höher. Der Einzelhandel muss daher realistisch bleiben und sich trotz fehlender Tage und sinkender Investitionsbereitschaft der Kunden auf die Strapazen des Weihnachtsgeschäftes vorbereiten. Nichts desto trotz nämlich ist und bleibt die Zeit vor dem Fest die wohl umsatzstärkste des Jahres.

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Foto: © Zerbor