Versorgung auf dem Land: Neues Konzept der Post

Wenn der Postbote die Lebensmittel bringt

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten (Foto: © Zerbor )

In ländlichen Gegenden Deutschlands wird es für viele Menschen immer schwieriger, sich mit Lebensmitteln zu versorgen. Einzelhandelsunternehmen bevorzugen Ballungsräume und größere Städte bei der Standortwahl und kleinere Filialen müssen immer häufiger schließen. Um die so entstehende Versorgungslücke auszugleichen, will die Deutsche Post nun in den Einzelhandels-Sektor einsteigen.

Die Idee: Ein Supermarkt auf Rädern

Die Planungsphase hat das neue Projekt bereits durchlaufen. Nun startet „Meine Landpost“ in den Gemeinden Oberkotzau und Buchen. Hier wird nun ein Post-Mitarbeiter mit seinem Elektro-Auto weiterhin die Post verteilen, Pakete abholen und die Auszahlung von Bargeld ermöglichen. Darüber hinaus aber wird er nun auch Lebensmittel und weitere notwendige Dinge liefern. Der aktuelle Test soll noch bis November laufen. Dann will die Deutsche Post erörtern, wie erfolgreich das Projekt war und ob sich eine Ausweitung lohnt.

Manche Lebensmittel müssen vorab bestellt werden

Damit die Versorgung per Postbote funktioniert, steht Kunden der Online-Markt „AllyouneedFresh“ zur Verfügung. Hier können sie bequem über das Internet bestellen, was benötigt wird und die Lieferung dann wenig später in Empfang nehmen. Um älteren Menschen keine Steine in den Weg zu legen, will die Post außerdem auch einen Bestellservice vor Ort einführen. Finden sich im mobilen Markt des Postboten bestimmte Waren nicht, nimmt er die jeweilige Bestellung persönlich auf und sorgt für deren Bearbeitung.

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