Verbraucherzentrale Hamburg: Augen auf beim Käsekauf

Preiserhöhungen bei Käse

Preiserhöhungen bei Käse

Dass die Preise für Lebensmittel in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen sind, liegt auf der Hand. Dass sich manche Hersteller bei der Erhöhung ihrer Preise jedoch wenig charmanten Vorgehensweisen bedienen und den Verbraucher im Dunkeln tappen lassen, ist dennoch Grund für Unmut. Unmut, der in diesem Tagen bei der Verbraucherzentrale Hamburg laut wird. Hier haben Experten einen besonderen Trick aufgedeckt, den vor allem Käseliebhaber kennen sollten.

Preiserhöhungen mit System

Auf den ersten Blick hat sich in den Käseregalen kaum etwas geändert. Richtet der Verbraucher seinen Blick jedoch auf Käsesorten des Herstellers Hochland, wird ihm schnell eine Besonderheit auffallen. So hat das Unternehmen nicht an den Preisen pro Packung gedreht, dafür jedoch den Inhalt gesenkt. Für jedes Gramm zahlt der Verbraucher daher nun mehr, was wiederum Hochland schlecht dastehen lässt. Von der Verbraucherzentrale gab es nun den Preis „Mogelpackungen des Monats“ für die Marken „Patros“ und „Grünländer“. Zum ersten Mal in der Geschichte erhalten gleich zwei Marken diese wenig positive Auszeichnung.

Ein genauer Blick legt die Strategie offen

Dass Hochland Verbraucher seine Preiserhöhungen offensichtlich nicht spüren lassen möchte, wird schon beim Betrachten der Verpackungen deutlich. Sie sind weiterhin gleich groß und sogar die Anzahl der Scheiben hat sich nicht geändert. Die Füllmengen sanken jedoch in unterschiedlichem Maß, jedoch pro Käsesorte um mindestens zehn Gramm. Beim Fetakäse „Patros“ erzeugt die Verringerung um ganze zwanzig Gramm eine Preissteigerung von ganzen 11,1 Prozent. Auch wenn Hochland seine Vorgehensweise mit höheren Milchpreisen begründet, dürften sich zahlreiche Verbraucher in nächster Zeit nach Alternativen umsehen.
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Foto: © racamani