US-Einzelhandel stellt sich gegen Trump

Wirtschaftszeitung

Der Wahlsieg des jetzigen US-Präsidenten sorgte vielerorts für Aufsehen und Empörung. Nicht nur der Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko, sondern auch seine frauenfeindliche und konservative Weltsicht bescheren Donald Trump weltweite Abneigung und Kritik. Mit der geplanten Steuerreform macht sich Trump nun auch bei den US-Einzelhändlern unbeliebt. Sie schließen sich nun zum gemeinsamen Widerstand zusammen.

Kampagne mit großen Namen

Geplant ist laut Trump die Einführung eines Steueraufschlages für Waren, die aus dem Ausland in die USA importiert werden. Rund zwanzig Prozent mehr Steuern bedeutet die sogenannte Border Adjustment Tax für die Einzelhändler des Landes. Diese jedoch sind nicht einverstanden mit den Plänen des Präsidenten und gründeten die Initiative „Americans for Affordable Products“. Das Bündnis ist kein kleiner Fisch, denn auch große Konzerne wie Target und Walmart beteiligen sich.

Die möglichen Auswirkungen der Reform

Der Widerstand der Einzelhändler ist nicht nur für sie und ihre Branche wichtig. So sollen auch die Verbraucher Amerikas vor steigenden Preisen bewahrt werden. Denn sollte die Steuerreform tatsächlich kommen, würde sich die Border Adjustment Tax deutlich auf die Endpreise in den Märkten auswirken. Dies wiederum würde einen deutlichen Anstieg der Lebenshaltungskosten in den USA bedeuten. Ob „Americans for Affordable Products“ tatsächlich erfolgreich sein wird, muss jedoch abgewartet werden.

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