Neue Studie: Der Einzelhandel und die Digitalisierung

Zeitung zum Thema Wirtschaft

Immer wieder wird über die Vereinbarkeit des stationären Einzelhandels mit technologischem Fortschritt diskutiert. Klar ist: Einzelhändler, die nicht auf Digitalisierung setzen und sich dem Fortschritt verweigern, haben langfristig betrachtet das Nachsehen. Wie sich die Digitalisierung jedoch konkret auf den Einzelhandel auswirkt, hat eine Studie des Instituts „Ibi Research“ an der Universität Regensburg in Kooperation mit rund 41 Industrie- und Handelskammern und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag untersucht.

Online ist auf dem Vormarsch

Wie die Studie zeigt, fokussieren sich nach wie vor 54 Prozent der Einzelhändler, die an der Umfrage teilnahmen, auf den stationären Verkauf von Waren. 35 Prozent haben ihr stationäres Angebot um einen Online-Shop ergänzt, während elf Prozent ganz auf das Internet umgestiegen sind. Dass der Wechsel hin zum Online-Geschäft sinnvoll ist, zeigt auch die Sicht der Befragten auf die Zukunft. So gehen rund 24 Prozent der befragten stationären Händler davon aus, dass sich der Umsatz in Ladengeschäften vor Ort künftig verringern wird.

Das Internet kann auch Chancen bieten

Doch nicht alle Händler sehen das Online-Geschäft als Bedrohung. Viele sind der Auffassung, dass die immer leichtere Kombination von On- und Offline-Angeboten auch das Geschäftsleben positiv beeinflussen kann. Einige Angebote wie beispielsweise Reservierungen über das Internet und die spätere Abholung vor Ort gehören bereits zur Philosophie von rund 27 Prozent der befragten Unternehmer. Dass jedoch nur zwölf Prozent der Befragten einen Teil ihres Budgets bewusst für Maßnahmen zur Digitalisierung einplanen, könnte zum Problem werden. Hier könnte sich langfristig betrachtet die Spreu vom Weizen trennen, was bereits digitalisierten Unternehmen eine bessere Grundlage für Wettbewerbsfähigkeit und Kundenbindung bietet.

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