Mehr soziale Verantwortung im Einzelhandel

Nachrichten aus dem Einzelhandel

Der Kampf der Gewerkschaft Verdi zeigte in den vergangenen Tagen und Wochen deutlich, dass viele Beschäftigte im Einzelhandel unzufrieden mit ihrer Bezahlung sind. Doch nicht nur das Geld selbst, sondern auch die Art des Beschäftigungsverhältnisses verrät viel über das Verantwortungsbewusstsein einzelner Arbeitgeber im Einzelhandel. Wie die Handelsverbände nun berichten, sind sich Arbeitgeber ihrer Verantwortung jedoch durchaus bewusst, denn es gibt auch im Einzelhandel immer mehr sozialversicherungspflichtige Stellen.

Mini-Jobs sind nicht immer gern gesehen

Oft heißt es, Angestellte im Einzelhandel würden durch Mini-Jobs an der Erwirtschaftung guter Einkünfte gehindert. Wie sich nun jedoch zeigt, ist der Einzelhandel in Deutschland durchaus bestrebt, die Anzahl dieser Mini-Jobs zu senken und immer mehr Angestellte in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse aufzunehmen. Die Zunahme der Beschäftigtenzahlen um rund ein Prozent wird daher begleitet vom Abbau von rund 12.000 Mini-Job Plätzen. Diese wiederum wurden nicht nur durch sozialversicherungspflichtige Stellen ersetzt. So verzeichnete der Einzelhandel im vergangenen Jahr einen Zuwachs von rund 43.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen.

Warum Sozialversicherung wichtig ist

Auch wenn ein Mini-Job dabei helfen kann, die eigene Haushaltskasse aufzustocken, fehlt hier meist die Einzahlung in wichtige Kassen wie die Rentenversicherung. Wer ein Leben lang auf geringfügiger Basis arbeitet und dabei nicht in die Rentenversicherung einzahlt, wird es im Alter schwer haben. Dass Arbeitgeber im Einzelhandel jedoch zunehmend bereit sind, die Kosten für die Sozialversicherung auf sich zu nehmen und ihren Angestellten somit auch zu einem angenehmen Leben im Rentenalter verhelfen, spricht für sich.

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Foto: © Zerbor