Schluss mit Real: Kurskorrektur bei Metro

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten (Foto: © Zerbor )

Schon seit Längerem gehört die Supermarktkette Real zum Metro-Konzern. Nun jedoch soll damit Schluss sein, denn Metro will sich künftig noch stärker auf den Großhandel konzentrieren. Die Trennung von Real also steht fest. Was mit der kette passiert, ist indes noch nicht geklärt. Auch kartellrechtliche Grundlagen spielen hier eine Rolle.

Kein Kauf durch große Einzelhändler

Im Grunde genommen läge es nahe, dass ein anderes Einzelhandelsunternehmen nun die Metro-Tochter übernimmt. Hier aber würde das Kartellamt sein Veto einlegen, denn so käme es zu einer übermäßigen Machtposition. Weder EDEKA noch Rewe oder Aldi können den Kauf von Real daher in Betracht ziehen. Und auch eine gerechte Aufteilung steht nicht zu Debatte, denn Metro sträubt sich gegen einen Verkauf in Einzelteilen. Die Supermarkt-Kette also soll als Gesamtpaket veräußert werden. An wen steht jedoch noch längst nicht fest.

Es geht um Existenzen

Selbstverständlich stellt der Verkauf einer großen Einzelhandelskette wie Real ein echtes Mammut-Projekt dar. Mit 282 Märkten und 34.000 Angestellten nämlich ist Real kein kleiner Fisch. Beim Verkauf will Metro daher kompromisslos darauf achten, dass die Zukunft des Unternehmens gesichert bleibt. Über eine Zerschlagung ihres Arbeitgebers müssen sich Real-Angestellte daher keine Sorgen machen. Wer das Unternehmen in Zukunft führen wird, dürfte sich jedoch nicht allzu schnell entscheiden.

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