Schlecker-Prozess hat begonnen

Infos über den Schlecker Prozess

Knapp fünf Jahre nach der Schließung zahlreicher Schlecker Märkte und dem Verlust Tausender Arbeitsplätze muss sich die Gründungsfamilie der einstigen Drogeriekette nun vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Vor dem Aus für das Unternehmen soll die Familie mehrere Millionen Euro zurückgelegt und hiermit gegen das Gesetz verstoßen haben. Auf der Agenda stehen nun mehr als vierzig Einzelfälle, über deren Rechtswidrigkeit nun entschieden werden muss.

Unterlagen mutwillig vernichtet

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart vermeldete, sollten in der Zentrale des Unternehmens wichtige Unterlagen und Dokumente geschreddert worden sein. Zahllose Ordner, die in einem Raum des Gebäudes gefunden wurden, waren zuvor restlos geleert worden, wobei auch Experten bei Rekonstruktionsversuchen erfolglos blieben. Dies jedoch ist nicht der einzige Punkt, der dem Ende des Unternehmens einen seltsamen Beigeschmack angedeihen ließ. Daher begann nun am sechsten März der Prozess am Landgericht Stuttgart. Anton Schlecker drohen rund zehn Jahre Gefängnis, während seiner Frau Beihilfe zum Bankrott vorgeworfen wird.

Ein langwieriger Prozess

Inwiefern sich Anton Schlecker und seine Familie vor der Pleite des Unternehmens illegal bereichert haben und auf welche Weise dies möglich war, soll nun vor Gericht geklärt werden. Nach nur zwei Stunden endete der erste Verhandlungstag. Insgesamt jedoch rechnen Experten damit, dass die anberaumten 26 Gerichtstermine zwischen März und Oktober nicht ausreichen werden, um den Prozess vollumfänglich abschließen zu können.

Erfahren Sie hier wo am Sonntag, den 19.03.2017 verkaufsoffener Sonntag ist

Foto: © Zerbor