Ruhrgebiet: Der Einzelhandel wächst

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(Foto: © Zerbor )

Der Einzelhandel in Deutschland erlebt sein Jahren eine schwierige Zeit. Nicht nur während der Wochen vor Weihnachten, sondern auch abseits der feierlichen Wochen stellt das Internet eine immer größere Konkurrenz dar. Auch im Ruhrgebiet beobachten Experten eine Abschwächung des Einzelhandels, die Verkaufsfläche jedoch wächst.

Industrie- und Handelskammern legen Zahlen vor

Insgesamt sechs Industrie- und Handelskammern aus dem Ruhrgebiet lassen ihre Erkenntnisse im jährlichen Handelsreport zusammenfließen. Hier wurde nun deutlich, dass die Ausdehnung des Einzelhandels in der Region zwar langsamer vonstatten geht, jedoch weiterhin einem steigenden Trend folgt. So kam die Branche im Sommer 2018 auf eine Rekordfläche von rund 7,05 Millionen Quadratmetern. Vor allem in den Städten Bochum, Kleve, Duisburg und Dortmund zeigte sich die Ausdehnung am stärksten. Wie die BBE Handelsberatung GmbH im Rahmen einer Untersuchung feststellte, kommt auf jeden Einwohner des Ruhrgebietes eine Verkaufsfläche von etwa 1,21 Quadratmetern.

Die Kaufkraft als treibender Faktor

Dass die Verkaufsflächen im Ruhrgebiet weiterhin wachsen, liegt an der stabilen Kaufkraft. Laut BBE lag diese bei rund 102,2 Prozent und überstieg somit den bundesweiten Durchschnitte. Rund 6.599 Euro je Einwohner dürfen den Einzelhandel auch zukünftig positiv stimmen. Für das Wachstum verantwortlich war besonders die Lebensmittelbranche, denn gerade Discounter erweiterten ihre Flächen deutlich. Eine weitere Branche, die von der Kaufkraft profitiert, ist die der Bau- und Gartenmärkte.
Übrigens ist am Sonntag, den 11.11.2018 vielerorts Verkaufsoffener Sonntag!

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