Drogeriekette Rossmann: Wachstum trotz Krise

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(Foto: © Zerbor )

Der deutsche Einzelhandel ächzt weiterhin unter der Coronakrise. Schon vor dem zweiten Lockdown Anfang des Jahres war klar, dass es manche Unternehmen schwerer als andere haben. Abgesehen vom Anschluss an digitale Ausweichmöglichkeiten ist auch das Sortiment selbst zum Rettungsanker geworden. Deutlich wird das bei der Drogeriekette Rossmann. Diese überstand das vergangene Jahr sogar mit leichtem Wachstum.

Drogeriebedarf auch in Coronazeiten gefragt

Wer an die Anfänge der Pandemie zurückdenkt, wird sich vor allem an eines erinnern: Toilettenpapier. Supermärkte und Drogeriefilialen wurden dem Ansturm der Kundschaft kaum mehr Herr. Vor allem die Regale mit Toilettenpapier, Seife und Desinfektionsmittel waren wie leergefegt. Mancherorts kam es sogar zu Streit und Handgreiflichkeiten. Während in sozialen Netzwerken schnell ein „Running Gag“ entstand, profitierte der Einzelhandel trotz stressiger Zustände in den Filialen. Darüber hinaus dürfte feststehen, dass viele der Produkte in Drogeriemärkten ganz unabhängig von der Pandemie notwendig sind. Ein starker Umsatzrückgang gehörte daher nicht zu den Befürchtungen bei Rossmann.

Wachstumskurs: Trotzdem etwas schwach auf der Brust

Ein Umsatzplus am Ende des Jahres ist für große Unternehmen wie Rossmann kaum ungewöhnlich. Üblicherweise allerdings fällt das Wachstum etwas größer aus. Experten merken daher zu Recht an, dass Rossmann zwar gut durch die Krise kommt, aber dennoch schlechter als ohne Pandemie. Rund 3,5 Prozent stieg der Umsatz und lag somit bei 10,35 Milliarden Euro. Stärker als die Drogeriemärkte profitierten Lebensmittelmärkte von der Pandemie. Das könnte unter anderem auch daran liegen, dass die Nachfrage nach Kosmetik in Zeiten vermehrter Heimarbeit sinkt.
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