Real: Streit mit Verdi verschlimmert sich

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Zwischen dem Einzelhandelsunternehmen Real und Verdi schwelt bereits seit einiger Zeit ein Tarifstreit. Vor allem die mangelhafte Bezahlung der Mitarbeiter ist der Gewerkschaft ein Dorn im Auge, weswegen sie nun verstärkt Druck auf Real ausübt. Der Grund: Nach der Kündigung des gewerkschaftlichen Tarifvertrages im Frühjahr will Real seine Mitarbeiter nun erheblich schlechter bezahlen. Nun scheint sich die Lage zu verschlechtern.

Real spart an der Lebensqualität seiner Angestellten

Der Wechsel von Real in den Arbeitgeberverband AHD ist vor allem für neue Real-Mitarbeiter ein Problem. Sie nämlich sollen nach den Tarifverträgen der Gewerkschaft DHV bezahlt werden, was für erhebliche finanzielle Einbußen sorgt. Verdi beobachtet diese Entscheidung mit größter Sorge und spricht von einer „Tarifflucht“, die der Sanierung des Unternehmens auf Kosten der Mitarbeiter dienen soll. Verkäufer im Einzelhandel würden nach dem neuen Tarifvertrag teilweise auf höhere Beträge im vierstelligen Bereich pro Jahr verzichten müssen.

Verdi regt Wehrsamkeit an

Für Verdi steht nun das Anliegen, die finanziellen Interessen der Real-Belegschaft zu wahren, im Vordergrund. Um dies durchzusetzen, ist inzwischen auch von Arbeitsniederlegungen die Rede. Immerhin geht es um die Zukunft von mehr als 34.000 Mitarbeitern, die im Zweifel auch mit Hilfe von Streiks geschützt werden müssen. Bisherige Gespräche zwischen Real und Verdi verliefen erfolglos und wurden letztlich eingestellt. Auch das Angebot Verdis, eine Wiederaufnahme anzustreben, stieß bei Real auf verhaltene Reaktionen. Ob es doch noch einmal zu neuen Verhandlungen kommt, muss sich jetzt zunächst im Rahmen eingehender Sondierungsgespräche zeigen.

Wann ist wieder Verkaufsoffener Sonntag?

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