Probleme bei der Rücknahme alter Elektrogeräte

Entsorgung von Elektrogeräten

Verschiedene Elektrogeräte

Jedes elektronische Gerät, das im Laufe der Zeit gekauft wird, verliert nach einigen Jahren seine Funktionstüchtigkeit. Defekte Fernseher oder auch Computer und Haushaltsgeräte sorgen dann schnell für Probleme, denn im gewöhnlichen Restmüll dürfen sie nicht entsorgt werden. Eine Regelung, die schon Ende Juli 2016 in Kraft trat, verpflichtet einige Einzelhändler zur Rücknahme dieser Elektrogeräte. Dass der Plan der Verantwortlichen jedoch nicht aufzugehen scheint, hat die Deutsche Umwelthilfe in einem Test herausgefunden.

Händler nehmen ihre Pflicht nicht wahr

Im Rahmen ihrer Untersuchung nahm sich die Deutsche Umwelthilfe ganze 45 Händler vor und testete deren Bereitschaft zur Rücknahme defekter Elektrogeräte. Schon kurz nach dem Start des Tests zeigte sich jedoch, dass Händler ihre neue Pflicht nur widerwillig erfüllten. Für den Kunden ist die Rückgabe daher häufig mit Stress und Problemen verbunden. Dabei sind die Regelungen recht eindeutig: Elektrogeschäfte und Läden, die solche Geräte verkaufen, müssen diese kostenfrei zurücknehmen, wenn die längste Kante das Maß von 25 Zentimetern nicht übersteigt. Ist das Elektrogerät größer, so gilt die Pflicht nur dann, wenn ein neues Gerät gekauft wird.

Die Hintergründe sorgen für Komplikationen

Trotz aller Eindeutigkeit sind mit der neuen Regelung weitere Bestimmungen und Details verbunden. Ein nicht unwichtiger Punkt ist die Tatsache, dass die Verkaufsfläche eines Händlers mindestens 400 Quadratmeter groß sein muss, um ihn in die Pflicht nehmen zu können. Ob ein Online Händler ein Gerät zurücknehmen muss, hängt von dessen Lagerfläche ab. Dass solcherlei Informationen für den Kunden jedoch nicht zugänglich sind, ist ein entscheidender Mangel. So beschreibt die Deutsche Umwelthilfe die im Grunde sinnvolle Neuerung als verbraucherunfreundlich. Händler, die ihre Kunden im Regen stehen lassen und auf eine ordentliche Information rund um das gültige Recht verzichteten, stachen besonders negativ hervor. Ob sich an der allgemeinen Handhabung der Regelung zukünftig etwas ändern wird, bleibt daher mit Spannung abzuwarten.

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Foto: © savanno