Mehr Geld für Auszubildende bei Aldi

Azubilöhne bei Aldi steigen

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten
(Foto: © Zerbor )

„Lehrjahre sind keine Herrenjahre!“ Diesen Spruch müssen sich Jahr für Jahr zahllose Jugendliche anhören, wenn es um den Einstieg in die Karriere nach der Schule geht. Und selbstverständlich birgt die Lebensweisheit einen wahren Kern: Lehrlinge und Auszubildende müssen in der kommenden Zeit viel lernen und sich neu anpassen, ohne dabei viel zu verdienen. Bei Aldi wird sich zumindest der letzte Punkt ein wenig bessern. Hier nämlich wird ab kommendem Jahr mehr gezahlt.

Fünfzig Euro plus

Bislang verdienten Auszubildende bei ALDI Süd im ersten Lehrjahr 950 Euro, im zweiten 1050 Euro und im dritten 1200 Euro. Die Gehälter steigen schon im Sommer 2020 auf 1000, 1100 und 1250 Euro. Auszubildende erhalten folglich jeden Monat fünfzig Euro mehr als aktuell. Wie viel hiervon nach Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge übrig bleibt, kann mit einem Brutto-Netto-Rechner ermittelt werden. Für ALDI Süd war der Schritt zur Anhebung der Gehälter jedoch kein rein zwischenmenschliches Thema, sondern auch strategisch wichtig.

Nachwuchs dringend gesucht

Nicht wenigen Unternehmen begegnen bei der Suche nach Auszubildenden Schwierigkeiten. Junge Menschen entdecken ihre Ansprüche und bewerben sich vorrangig bei Unternehmen, die diesen gerecht werden können. Wer zu wenig zahlt, muss mit freien Stellen rechnen, die sich nicht so leicht besetzen lassen. Die höheren Monatsgehälter waren folglich nicht nur Ausdruck von Wertschätzung, sondern sollen auch den Nachwuchs sichern. Außerdem tut es ALDI hiermit anderen Unternehmen wie Lidl oder Kaufland gleich, die die Gehälter ihrer Auszubildenden bereits früher erhöht hatten.

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