Kundenprotest bei Lidl: Retusche sorgt für Unmut

Griechische Produkte bei Lidl

Zeitung zum Thema Wirtschaft

Der Discounter Lidl lockt vor allem mit seinen wechselnden Angebotswochen Tausende Kunden in seine Filialen. Lebensmittel mit internationalem Charakter, etwa aus Spanien oder den USA, wecken das Interesse. So auch die Produkte der Lidl-Eigenmarke „Eridanous“. Hier jedoch hat sich Lidl nun einen handfesten Shitstorm eingehandelt und übt sich nun in Schadensbegrenzung.

Plötzlich waren die Kreuze weg

Im Fokus des Shitstorms stand das Produktdesign der Eigenmarke für griechische Spezialitäten. Die Verpackung zeigte bislang die Kirchen der Insel Santorini mit ihren charakteristischen blauen Dächern inklusive darauf angebrachter Kreuze. Nun jedoch hat Lidl die Kreuze wegretuschieren lassen, was schon wenige Stunden nach Beginn der Aktion in sozialen Netzwerken hohe Wellen schlug.

Nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen EU-Ländern und in Griechenland selbst zeigten sich Konsumenten und Behörden entsetzt von der Aktion. Wie ein belgischer Lidl-Sprecher gegenüber RTL-Info bekanntgab, sollte die Retusche mit der Verwendung religiöser Symbole Schluss machen, um Lidl als neutral agierendes Unternehmen darzustellen.

Lidl räumt Fehler ein

Von besagter Aussage des Sprechers ist nun jedoch nichts mehr zu hören. So äußerte sich Lidl kürzlich reumütig und nannte die Retusche einen Fehler, dessen Korrektur nun mit höchster Priorität behandelt werde. In manchen Ländern hat sich Lidl indessen auch offiziell bei seinen Kunden entschuldigt, wobei dieser Schritt in Deutschland bislang noch aussteht. Wie die Eridanous Packungen künftig aussehen werden, bleibt unklar.

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Foto: © Zerbor

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