Entschieden: Kein EDEKA für Bockhorn

Zeitung zum Thema Wirtschaft
Foto: © Zerbor

Lange Zeit sah es so aus, als bekäme die niedersächsische Gemeinde Bockhorn einen eigenen EDEKA Markt. Nun jedoch haben sich die Politiker gegen diesen Plan ausgesprochen und in einer Abstimmung klare Konsequenzen gezogen. Im Gemeinderat wurde nun entschieden: EDEKA kommt nicht. Dafür jedoch werden die Unternehmen Aldi und Combi ihre Filialen neu bauen und erweitern dürfen.

Schlappe für den Investor

Henning von Harten, der in Bockhorn einen EDEKA Markt bauen wollte, muss sich der Entscheidung nun fügen. Besonders unangenehm dürfte das aus vielerlei Gründen sein. So fiel die Entscheidung mit gerade einmal elf zu neun Stimmen gegen den Neubau äußerst knapp aus. Zusätzlich seien in dem Gebäude, das zu Gunsten des EDEKA Marktes hätte abgerissen werden sollen, alle Mietverhältnisse bereits gekündigt worden. Was mit dem Haus nun passiert, bleibt auch weiterhin unklar.

Die Kaufkraft ist zu klein

Indessen hatten die EDEKA-Gegner gute Argumente. So gab es ein Gutachten, das die Kaufkraft Bockhorns genauer unter die Lupe nahm. Laut dieses Gutachtens hätten maximal 600 Quadratmeter zusätzliche Fläche bewilligt werden können. Da der geplante EDEKA Markt jedoch sehr viel größer ausgefallen wäre, hätte sich ein Missverhältnis gebildet. Das wiederum wäre auch für das Konkurenzgeschehen zwischen Aldi, Combi und dann EDEKA von Nachteil gewesen. Dennoch muss nun abgewartet werden. Ob Aldi und Combi tatsächlich mit neuen Märkten werden aufwarten können, entscheidet deren Bereitschaft, zügig schlüssige Pläne vorzulegen.

Lesen Sie auch unseren neusten Artikel: Kaufsucht bekämpfen

Mehr zum Thema Einkaufen:

Foto: © Zerbor