Kaiser’s Tengelmann: Die Zerschlagung einer Kette

Was wird aus den Kaiser's Tengelmann Supermärkten?

Im Supermarkt

23.10.2016
Für die Angestellten und Kunden der Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann sind die vergangenen Wochen geprägt von Unsicherheit und Zukunftsängsten. Dass sich das Bestehen des Unternehmens seinem Ende nähert, war schon länger abzusehen. Nun jedoch ist klar: Schon am 17.Oktober sollen die Filialen verkauft werden. Lange Diskussionen mit Rewe, Norma und Markant, die den Verkauf der Kaiser’s Tengelmann Filialen an EDEKA nicht hinnehmen wollen, machen die Lage jedoch schwer.
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Übernahme durch EDEKA erschwert

Ursprünglich geplant war es, die Filialen in Form von Paketen an EDEKA zu verkaufen.
Das wäre auch für die Angestellten der Kette wichtig, denn nur so könnten deren Arbeitsstellen und Bezahlung gesichert bleiben. Nun jedoch stehen die Zerschlagung und der Einzelverkauf der insgesamt 450 Supermärkte an.
Auf ein einheitliches Vorgehen können sich die Beschäftigten daher nicht verlassen. Ihnen droht folglich die Arbeitslosigkeit, wenn ihre Filiale an ein Unternehmen verkauft wird, das sie nicht übernehmen will. Insgesamt sind derzeit rund 8.000 Stellen gefährdet.

EDEKA soll bevorzugt behandelt werden

Der den kommenden Verkäufen der Kaiser’s Tengelmann Filialen will der bisherige Chef, Karl-Erivan Haub, seine Mitarbeiter schützen. Auch wenn Konkurrenzunternehmen einen Komplettverkauf an EDEKA blockiert hatten, plant Haub die Bevorzugung EDEKAs bei den anstehenden Verhandlungen. Ob dies den Verkauf von möglichst vielen Filialen an EDEKA möglich machen wird, bleibt jedoch abzuwarten. Die kommenden Tage sind daher für alle Angestellten entscheidend. (Foto: © industrieblick – Beispielfoto! )

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