Gehrig plädiert für Tarifverträge

Zeitung mit Nachricht zum Thema Tarifverträge

Während in Deutschland in diesen Tagen vielerorts über die faire Entlohnung von Angestellten im Einzelhandel diskutiert wird und die Gewerkschaft Verdi bereits zu ersten Streiks aufruft, hat sich auch Klaus Gehrig zu diesem Thema geäußert. Als Kopf der Schwarz-Gruppe, zu der auch die beiden Unternehmen Lidl und Kaufland gehören, spricht er sich für einen allgemeingültigen Tarifvertrag aus. Seine These: Durch einen universell gültigen Tarifvertrag würden auch bisher widerspenstige Unternehmen dazu angehalten, sich an einen fairen Umgang mit ihren Mitarbeitern zu halten.

Stichwort „Allgemeinverbindlichkeitserklärung“

Was Gehrig meint, wenn er von einem allgemeingültigen Tarifvertrag spricht, ist eine sogenannte Allgemeinverbindlichkeitserklärung. Diese steht über den individuellen Inhalten der Arbeitsverträge und spricht alle Unternehmen der Branche gleichermaßen an. Dass der Wille, sich an Tarifverträge zu binden, im Einzelhandel sinkt, hat auch Verdi bemerkt und spricht sich wie Gehrig für universelle Vorgaben aus. Um diese Allgemeinverbindlichkeitserklärung verabschieden zu können, braucht es jedoch konkrete Absprachen zwischen Gewerkschaften, der Regierung und den Einzelhandelsunternehmen.

Gehrig spricht sich bedingt für Verdi Pläne aus

Auch wenn das geforderte Plus von rund sechs Prozent bei vielen Unternehmen für Entsetzen sorgt, ist Gehrig hier anderer Meinung. Doch anders als Verdi hält er es für realistischer, die Steigerung auf zwei Jahre zu verteilen. Indes bleibt es abzuwarten, wie sie der Tarifstreit rund um Verdi und den Einzelhandel entwickeln wird. Nach der Fortsetzung der Verhandlungen am 31. Mai wird sicherlich etwas mehr Klarheit geschaffen worden sein.

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Foto: © Zerbor