Flächenproduktivität im Einzelhandel sinkt

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(Foto: © Zerbor )

Wie viel Umsatz ein Einzelhändler macht, sagt viel über dessen Erfolg und Zukunftsfähigkeit aus. Dabei werden die Einkünfte zumeist in ein Verhältnis mit der Ladenfläche gebracht. Auf diese Weise soll herausgefunden werden, wie produktiv eine Filiale tatsächlich ist. Eine große Filiale mit dem gleichen Umsatz wie eine kleine ist entsprechend weniger lukrativ. Steigende Flächen stellen daher ein Problem dar.

Verkaufsflächen in Deutschland steigen

Rund 124 Millionen Quadratmeter umfasst die Verkaufsfläche im deutschen Einzelhandel. Noch zehn Jahre zuvor waren es knapp 119 Millionen. Je größer Geschäfte werden, desto eher kommt es jedoch zu einem Absinken der Flächenproduktivität. Sie lag im Damenmode Sektor 2012 bei 6.450 Euro je Quadratmeter, 2017 waren es 6.070 Euro. Für Unternehmen bedeutet dies, umdenken zu müssen. Sowohl Filialschließungen als auch Verkleinerungen sind denkbare Lösungsansätze. Eine Verschärfung des Problems ergibt sich durch den Vormarsch des Online-Handels.

Mehrere Etagen verringern die Produktivität

Wie Experten herausgefunden haben, sinkt die Flächenproduktivität im Einzelhandel von Stockwerk zu Stockwerk. Im Erdgeschoss liegt sie damit für gewöhnlich höher als in der zweiten Etage. Einbrüche um fünfzig Prozent zwischen Erdgeschoss und erstem Stock sind keine Seltenheit. Das Unternehmen Peek & Cloppenburg will nun reagieren. Geplant sind zwei Filialschließungen und der Abschied von Kinderabteilungen in zahlreichen Filialen. Auch Untermieter sollen nach Möglichkeit aufgenommen werden.

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