Finnentrop: Hier hat es der Einzelhandel schwer

Zeitung zum Thema Wirtschaft
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Der IHK Zentrumsmonitor beschäftigt sich mit der Situation des Einzelhandels in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein. Interessant für die Verantwortlichen war, wie sich die Stadtzentren und ihr Einzelhandelsangebot entwickelt haben. Schon die Tatsache, dass rund 900 Einzelhandelsbetriebe verloren gegangen sind, stimmt die Experten besorgt. Auch in Finnentrop ist es nicht gut bestellt um die Gesundheit des Einzelhandels. (Mehr zum Einkaufen in Nordrhein-Westfalen)

Finnentrop punktet kaum

Sowohl in den Bereichen Attraktivität und generelles Ambiente als auch in Bezug auf die Besucherfrequenz konnte sich Finnentrop nicht behaupten. Die Gemeinde liegt weit abgeschlagen hinter den Siegern im letzten Drittel der Aufstellung aller Ortschaften. Ein Problem, das sich auch hier wieder zeigte: Der Onlinehandel macht Finnentrops Einzelhändlern starke Konkurrenz. Rund siebzig Prozent der Befragten gaben an, lieber im World Wide Web zu shoppen. Die Innenstadt wird folglich kaum zum Bummeln aufgesucht, sondern vielmehr für Arzt- oder Schulbesuche. Nur etwa einmal pro Woche suchten Befragte die Innenstadt im Schnitt auf.

Lebensmittelgeschäfte als Sieger

Einzig die Filialen des Lebensmittel-Einzelhandels können sich in Finnentrop weiterhin behaupten. Ein Großteil der Befragten nutzte Besuche in der Innenstadt, um seinen Wocheneinkauf zu erledigen. Auch Kreditinstitute und Drogeriemärkte bleiben interessant für die Kundschaft. Ganz anders aber sieht das im Bereich der Möbel- und Modegeschäfte aus. Hier scheint der Stadt ein attraktives Angebot zu fehlen. Experten regen nun den Fokus auf kulturelle Angebote an, um das Sterben des Einzelhandels zu verhindern. Ob das ausreicht, muss sich jedoch zeigen.

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