Experten: Düstere Aussichten für den Einzelhandel

Warum schrumpft der stationäre Einzelhandel?

Zeitung zum Thema Wirtschaft

Schon lange ist klar, dass sich der stationäre Einzelhandel in einem harten Konkurrenzkampf mit dem Onlinehandel befindet. Sinkende Umsatzzahlen, teurere Mieten und Kunden, die lieber im Netz als vor Ort kaufen, lassen in vielen Einkaufscentren und Fußgängerzonen verwaiste Läden zurück. Experten gehen nun davon aus, dass der Wandel in den nächsten Jahren auch für den Verbraucher immer deutlicher zu spüren sein wird.

Standorte werden zunehmend schwächer

Das Problem des Wandels liegt vor allem darin, dass mit dem Wegfall einzelner Geschäfte auch die Attraktivität ganzer Stadtteile sinkt. Wer immer weniger Läden zur Auswahl hat, verlagert seine Gewohnheiten und besucht entweder andere Städte oder kauft im Netz. Dies wiederum löst das Sterben weiterer Geschäfte aus und die Attraktivität des Standortes sinkt weiter. Dass das für viele Unternehmen zum Problem werden kann, wird nun immer deutlicher. Wie Experten voraussagen, wird voraussichtlich die Hälfte der Filialunternehmen die kommenden 15 Jahre nicht überstehen.

Der HDE rechnet mit großen Verlusten

Wie der Handelsverband Deutschland nun berichtet, zeichnen auch die dortigen Experten eine wenig rosige Zukunft für den stationären Einzelhandel. Sie rechnen damit, dass in den kommenden Jahren rund 50.000 Geschäfte aus den Einkaufszentren und Einkaufsstraßen Deutschlands verschwinden werden. Auch der HDE empfiehlt Einzelhändlern daher, sich mit dem Onlinegeschäft vertraut zu machen und gegebenenfalls auf eine Ausweitung ihres Angebotes auf Online Shops zu setzen.

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