Einzelhändler immer stärker von Insolvenz bedroht

Zeitung zum Thema Wirtschaft

Diskussionen und langatmige Verhandlungen rund um die Bezahlung, Angst vor der Konkurrenz aus dem Netz und die immer stärkere Unbeliebtheit von Innenstädten und Fußgängerzonen machen Einzelhändlern in Deutschland das Leben schwer. Das wirkt sich nicht nur auf das Wohlbefinden, sondern auch auf die eigene finanzielle Lage aus. Wie das Kreditversicherungsunternehmen Euler Hermes nun in einer Studie herausfand, spielt die Insolvenz im Einzelhandel eine immer gewichtigere Rolle.

Wie Euler Hermes des Einzelhandel sieht

Im Rahmen der Studie „Retail, Disrupted – Pressure and Potential in the Digital Age“ beurteilte Euler Hermes die weltweite Lage im Einzelhandel. Vor allem die immer weiter voranschreitende Digitalisierung bringt Unternehmen, die sich diesem Trend nicht anschließen, schnell in Schieflage. Weltweit stieg die Insolvenzquote in der Einzelhandelsbranche 2016 um rund zwei Drittel. Auch Preiskriege setzen Unternehmen unter Druck, weswegen auch die Profitabilität deutlich sank.

Der Ausweg führt über das Umdenken

Euler Hermes schließt aus seinen aktuellen Erhebungen, dass sich Einzelhändler nur dann dauerhaft positionieren können, wenn sie Teil des derzeit stattfindenden Umbruches werden. So sollten Unternehmen über kurz oder lang darüber nachdenken, sich auch mit eigenen Online-Shops zu beschäftigen. Zudem ist es notwendig, dem Kunden auch in der Filiale vor Ort digitale Angebote zu unterbreiten und dem Ladengeschäft Eventcharakter zu verleihen. Einzelhandelsunternehmen, die sich dieser Wende nicht anschließen und nachhaltige Anpassungen vornehmen, werden laut Euler Hermes über kurz oder lang vor der Insolvenz stehen.

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Foto: © Zerbor