Einzelhändler stehen für faire Löhne ein

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(Foto: © Zerbor )

Die Bezahlung von Arbeitern in der Landwirtschaft sorgt immer häufiger für Diskussionen. Auch der Einzelhandel muss sich der Frage stellen, wie günstig landwirtschaftliche Erzeugnisse sein können, ohne dabei existenzielle Probleme auf den Plan treten zu lassen. Nun haben sich einige Einzelhandelsunternehmen zusammengetan, um eine gemeinsame Erklärung zu unterschreiben.

Globale Lieferketten im Fokus

Während es in Deutschland den Mindestlohn gibt und Arbeiter in aller Regel gut von ihren Einkünften leben können, erhalten Bauern und Arbeiter im Ausland häufig erheblich weniger Geld für ihre Erzeugnisse und Mühe. Dieses Problem aus der Welt schaffen wollen nun die Unternehmen Lidl, Aldi, Rewe, dm, Tegut und Kaufland. In ihrer gemeinsamen Erklärung geben sie an, sich für einen menschenwürdigen Lebensstandard innerhalb der globalen Lieferketten einsetzen zu wollen.

Mehr Geld für die Existenzsicherung

Wie konkret die Maßnahmen aussehen sollen, die auf diese Erklärung folgen, ist noch nicht klar. Feststehen soll allerdings, dass es künftig bessere Kontrollen geben wird, in deren Rahmen die Einzelhändler herausfinden, ob es entlang ihrer Lieferketten zu Verletzungen der Menschenrechte oder auch zur Zahlung von Hungerlöhnen kommt. Ob sich in der Zukunft etwas an den Lebensmittelpreisen ändern wird, dürften die kommenden Jahre zeigen. Leicht wird die Wahrung der neuen Haltung angesichts des allgegenwärtigen Preiskampfes aber sicherlich nicht.

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