Edeka: Streit mit Coca-Cola

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten
(Foto: © Zerbor )

Diskussionen und Streitigkeiten rund um erhöhte Preise sind bei Edeka nicht neu. Bereits in den vergangenen Jahren hatte das Einzelhandelsunternehmen sich mit Mars, Nestlé und Heinz gestritten, als diese ihre Konditionen änderten. In 2020 scheint es nun zu einem Boykott der Coca-Cola Produkte zu kommen. Wer den Preiskampf gewinnt, ist unklar.

Edeka dieses Mal weniger kampfeslustig

Eine mögliche Erhöhung der Preise um rund acht Prozent soll bei Coca-Cola zur Debatte stehen. Bei Edeka wollen die Verantwortlichen das nicht hinnehmen und setzen mit Bestellungen aus. Gänzlicher Verzicht auf das Sortiment des Softdrink-Riesen ist jedoch nicht der Plan. Dies nämlich könnte sich für Edeka eher nachteilig auswirken, denn Coca-Cola liefert heute ein besonders breites Sortiment, das das Angebot in den Märkten vor Ort deutlich beeinflusst. Derzeit scheint Edeka sich noch mit leichtem Druck zu begnügen und hat einen Bestellstopp verhängt. Erst im nächsten Schritt könnte ein Teil der Regale tatsächlich leer bleiben.

Fast schon ein Monopolist

Der Kampf gegen Coca-Cola gestaltet sich auch für den deutschen Einzelhandel schwierig. Das liegt vor allem daran, dass die Produkte des Unternehmens in Sachen Verbraucher-Vorlieben oft alternativlos sind. Coca-Cola ist ein Kultgetränk, zu dem die Kundschaft heute eine emotionale Bindung pflegt. Der Preiskampf ist daher für beide Seiten schwierig. (Lesen Sie auch: Markenprodukte oder No Name Produkte)Ein weiterer Grund für den Druck Edekas in der Debatte ist der Streit, den Coca-Cola und Intermarché bereits seit einigen Monaten führen. Da Intermarché und Edeka dem gleichen Bündnis angehören, signalisiert das Vorgehen des deutschen Einzelhändlers Solidarität mit den französischen Kollegen. Ob dies Coca-Cola letztlich beeindrucken wird, bleibt abzuwarten.

Erfahren Sie bei uns auch wo am 09.02.2020 Verkaufsoffener Sonntag ist! Zum Beispiel in diesen Bundesländern: