Edeka und Nestlé: Streit um Konditionen

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Von allen großen Lebensmittelkonzernen weltweit steht vor allen Dingen Nestlé besonders heftig in der Kritik. Viele Verbraucher sind längst dazu übergegangen, die Produkte des Unternehmens zu meiden oder ganz aus ihren Vorratskammern zu verbannen. Für freudige Überraschung sorgte daher nun die Nachricht, dass Edeka Nestlé Produkte derzeit scheinbar aus seinem Sortiment verbannt. Hierfür verantwortlich sind jedoch keine moralischen Zwistigkeiten, sondern ein Streit um Preise und Gewinn.

Keine neuen Nachbestellungen

Stück für Stück leeren sich die Regalfächer in Edeka Märkten, die bislang für Nestlé-Produkte freigehalten wurden. Der Grund hierfür: Mit dem Verzicht auf Nachbestellungen von Marken wie Thomy oder Maggi will der Einkaufsverbund Agecore Nestlé unter Druck setzen. Ziel dieser Maßnahme soll die Erzwingung besserer Konditionen sein. Denn wie sich zeigte, scheint sich Nestlé mit anderen Unternehmen wie Coop oder Intermarché auf deutlich günstigere Preise geeinigt zu haben. Preise, die auch Agecore für sich beanspruchen will.

Es geht um viel Geld

Ob sich Nestlé wirklich dauerhaft damit anfreunden kann, künftig nicht mehr Zulieferer für Edeka zu sein, bleibt unklar. Bislang jedoch gibt es noch keine offiziellen Stimmen zum aktuellen Geschehen. Der Umsatz, den Nestlé alleine mit Agecore erwirtschaftet, liegt allerdings bei ganzen zwei Milliarden Euro. Geld, auf das auch ein großer Konzern sicher nicht leichtfertig verzichten will. Es bleibt also sicherlich spannend.

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Foto: © Zerbor