Datenschutz: Rekordbußgeld für H&M

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(Foto: © Zerbor )

Die Modekette H&M erfreut sich trotz einiger Schwierigkeiten im Rahmen der Coronapandemie weiterhin großer Beliebtheit. Vor allem Jugendliche und junge Erwachsene kaufen in den Filialen des Unternehmens gerne ein. Abseits dieser Tatsache muss H&M nun jedoch eine saftige Strafe verkraften. Verhängt hat diese die Datenschutz Chef Johannes Caspar aus Hamburg.

Millionenstrafe für systematisches Ausspähen

Rund 35,3 Millionen Euro muss H&M aufgrund erheblicher Verstöße gegen den Beschäftigtendatenschutz zahlen. Die Hintergründe stellen sich inzwischen recht transparent dar. So habe es in einer Nürnberger Filiale seit 2014 eine systematische Erfassung und Speicherung von Daten aller Mitarbeiter gegeben. Unter diesen Daten waren jedoch nicht nur Adressen oder Bankverbindungen für administrative Zwecke zu finden, sondern weitaus persönlichere Informationen. So zum Beispiel zu familiären Problemen, religiösen Überzeugungen, Urlaubserlebnissen und medizinischen Diagnosen.

Sechzig Gigabyte Datenmaterial

Selbst Mitschnitte von persönlichen Gesprächen sollen unter den Dateien gewesen sein, die sich die Datenschutzbehörde ansehen musste. Rund sechzig Gigabyte Datenmaterial übergab H&M den Verantwortlichen. Ans Licht kam der Datenschutz Skandal im Rahmen einer Neukonfiguration des IT Systems. Hiernach waren die persönlichen Daten für eine Weile lang allen Mitarbeitern im Unternehmen zugänglich. Es dauerte nicht lange, bis es das Vorgehen des Unternehmens in Nürnberg auch in die Presse schaffte. Dass die Datenschutzbehörden nun ein so hohes Bußgeld verhängen, erachten einige Experten als Zeichen dafür, dass sie ein Zeichen für hartes Durchgreifen setzen wollen.

Etwas erfreulicher ist da wohl die Nachricht, dass es auch am 11.10.2020 vielerorts einen Verkaufsoffenen Sonntag gibt. Zum Beispiel in diesen Bundesländern:

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