Corona und der Einzelhandel: Viele Schließungen drohen

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(Foto: © Zerbor )

Schon während der ersten Welle sorgte die Coronavirus-Pandemie in Deutschland für tiefe Sorgenfalten bei zahlreichen Einzelhandelsunternehmen. Während wenige Händler profitierten, gingen umso mehr von ihnen nicht nur leer aus, sondern bewegten sich binnen kürzester Zeit am Rande des Machbaren. Auch Experten sind sich nun sicher, dass die Krise eine Vielzahl Geschäftsschließungen nach sich ziehen könnte.

Viele Verlierer im Einzelhandel

Dass es auch in der Einzelhandelsbranche eine Spaltung gibt, zeigte sich anhand der Coronakrise sehr anschaulich. Geschäfte, die Lebensmittel, Drogerieartikel oder Medikamente verkaufen, profitierten von der aufkommenden Kauflust der Deutschen. Anderen wiederum brach aufgrund von Schließungen das Einkommen nahezu vollständig weg. Der Rückgang in verschiedenen Segmenten wie Textilien, Schuhen und auch bei Kaufhäusern zeigte sich deutlich: Rund 2,8 Prozent geringer als 2019 fiel der Umsatz aus. Ein Problem für die Händler war auch die Tatsache, dass die Kundschaft nach den ersten Öffnungen weiterhin zögerlich reagierte. Experten sprechen daher von nicht mehr aufholbaren Verlusten, die existenzbedrohende Ausmaße annehmen können. Laut Handelsverband Deutschland könnten bis zu 50.000 Schließungen drohen. Lesen Sie auch: So legen Sie sinnvolle Vorräte an

Ungewisse Zukunft

Für Einzelhändler gestaltet sich die Situation seit Monaten schwierig. Nicht zuletzt auch, weil es an Klarheit und Planungssicherheit mangelt. Wann sich ein Ende der Pandemie abzeichnet, ist auch unter Wissenschaftlern umstritten, weshalb ebenfalls weitere Wellen, Kontaktbeschränkungen und somit eine Verlängerung der verlustreichen Zeiten anstehen können. Wie viele Unternehmen es tatsächlich durch diese Krise schaffen werden, steht daher in den Sternen.
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