Butlers-Insolvenz – Kaum noch Hoffnung

Möbelhaus Butlers ist insolvent

Stempel mit Schriftzug Insolvent

Die Filialen der Kette Butlers sind dank ihres bunten Schriftzuges schon aus der Ferne erkennbar. Dies bewahrte das Kölner Unternehmen jedoch nicht vor den Gefahren, mit denen der Einzelhandel heute zu kämpfen hat. Auch Butlers musste mit sinkenden Umsätzen und immer weniger Kunden leben, was in zahlreichen Einkaufsstraßen längst zum Alltag geworden ist. Nun ist die Insolvenz nicht mehr abwendbar.

Probleme schon seit 2015

Dass Butlers es nicht leicht hat, zeichnete sich schon 2015 ab. In diesem Jahr verzeichnete das Unternehmen trotz eines Umsatzes von 102,5 Millionen rund 12,4 Millionen Euro „Minus“. Die Inhaber der Kette, die vor allem Wohnaccessoires und Möbel anbietet, sehen im Internet einen Grund für die Schieflage des Unternehmens. Auch ein zu schnelles Wachstum scheint für Butlers zum Problem geworden zu sein. Im Rahmen von Filialschließungen versuchte Butlers, einzelne Läden zu stärken, was sich jedoch nicht als erfolgreich erwies.

Die Insolvenz kommt plötzlich

Eigentlich hatte Wilhelm Josten, Chef des Unternehmens, noch viel vor mit Butlers. Sogar ein neuer Katalog war geplant, um dem starken Konkurrenten IKEA die Stirn bieten zu können. Auch Stefan Raabs Duschkopf, der exklusiv bei Butlers erhältlich war, sollte zu mehr Stabilität verhelfen. Trotz stetiger Bemühungen und der Aufnahme eines finanzkräftigen Gesellschafters kommt es nun dennoch zur Insolvenz. Nun wird geprüft, ob Butlers im Rahmen eines Insolvenzplanes gerettet werden kann. Auf dem Spiel stehen dabei rund 1.200 Arbeitsstellen in den Filialen und der Kölner Hauptverwaltung.

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