Amazon: Nächster bedeutender Schritt ins Offline-Geschäft

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Lange schon ist klar, dass sich der Einzelhandelsriese Amazon nicht mit dem Online-Geschäft zufriedengeben möchte. Zunehmende Vorstöße in die Offline Branche mit eigenen Supermärkten und Lieferdiensten für Lebensmittel bringen den stationären Einzelhandel zunehmend in Bedrängnis. Dass damit noch lange nicht Schluss ist, beweist Amazon nun mit einer bedeutenden Übernahme in den USA.

Whole Foods gehört jetzt zu Amazon

Rund 13,7 Millionen Dollar hat das Unternehmen investiert, um sich die amerikanische Bio-Lebensmittel-Kette „Whole Foods“ zu eigen zu machen. Dieses gilt schon seit Jahren als die Anlaufstelle schlechthin für Menschen, die sich einen gesunden Lebensstil wünschen und diesen mit Bio-Lebensmitteln unterstreichen wollen. Dass Amazon und Whole Foods nun fusionieren, soll den Markt revolutionieren. Somit hat Amazon nun auch Einfluss auf die mehr als 450 Ladengeschäfte der Kette und wird seinen Lieferservice Amazon Fresh noch breiter aufstellen können.

Der Markt reagiert heftig

Nach vierzig Jahren eigener Unternehmenskultur blieb der Wechsel von Whole Foods unter die Fittiche Amazons nicht folgenlos. Andere Einzelhandelsunternehmen bekamen dies in aller Härte zu spüren. So brachen die Aktienkurse von Wal-Markt und Kroger ein und auch europäische Unternehmen wie Ahold aus den Niederlanden, Metro und Carrefour hatten Einbußen zu verzeichnen. Indes stiegen die Amazon Aktien deutlich. Ein Zeichen dafür, dass sich der stationäre Einzelhandel nicht nur theoretisch mit großer Konkurrenz beschäftigen muss.

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Foto: © Zerbor