Bauern schlagen Alarm: Ärger um Bananen bei ALDI

Bananen bei Aldi sollen preiswerter werden

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten (Foto: © Zerbor )

Die Deutschen mögen Obst. Nicht jede Sorte aber ist gleich beliebt. Während der Apfel seit Jahren unangefochten auf Platz eins der begehrtesten Obstsorten steht, belegt die Banane Platz zwei. Bei ALDI jedoch sorgt die gelbe Frucht nun für Ärger. Der Discounter nämlich hat eine Preissenkung angekündigt und will den Einkaufspreis pro Bananenkiste senken. Einen Dollar weniger soll die Kiste dann kosten. Das aber stößt vor allem ecuadorianischen Bananenbauern sauer auf.

Eine Gefahr in vielerlei Hinsicht

Wie Genossenschaften und Verbände aus Südamerika nun mitteilten, seien ALDIS Pläne nicht hinnehmbar. Sie sehen in der Senkung des Bananenpreises ein großes Risiko, das die Fortschritte in Bereichen wie Nachhaltigkeit, Existenzsicherung und Arbeitsschutz zunichte machen könnte. Nicht nur in Ecuador will man sich gegen ALDIs Pläne wehren, denn auch Kolumbien protestiert. Da eine Kiste Bananen bislang etwa 18,14 Kilogramm Früchte enthält, würde die Preissenkungen sich auf rund zehn bis 15 Prozent belaufen. Da Bananen sowieso nicht als teuer gelten, wollen die Erzeuger keinerlei Preissenkungen hinnehmen.

Verhandlungen um den Bananenpreis schwierig

Für die Bananenbauern stellt die geplante Preissenkung ein großes Problem dar. Sie nämlich können nur schwer mit Einzelhändlern wie ALDI verhandeln, da sie auf einen zügigen Verkauf ihrer Bananen angewiesen sind. Immerhin verderben die Früchte deutlich schneller als beispielsweise Kaffee oder Kakao und wer sich wehrt, bleibt unter Umständen ganz ohne Einkünfte. Da es in Ecuador sogar ein Gesetz für Mindestpreise gibt, müssten die Erzeuger dieses brechen, um ALDIs Forderungen gerecht zu werden.
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