Tierwohl: EDEKA verfasst offenen Brief

Edeka fordert strengere Tierwohlkriterien

Kalb im Stall - Gute Tierwohlkriterien
Edeka fordert strengere Tierwohlkriterien - Symbolbild: © Lukas - stock.adobe. com

Beim Thema Tierwohl kommt es immer wieder zu erbitterten Diskussionen. Nicht nur vegan lebende Menschen setzen sich für eine Welt ein, in der die Interessen der Tiere besser berücksichtigt werden. Auch der durchschnittliche Konsument wünscht sich ein besseres Gewissen beim Kauf von Milch, Ei und Fleisch. Dass dies zudem auch die Einzelhändler betrifft, zeigt sich nun anhand eines offenen Briefes, den Edeka an die Molkereien richtete.

Forderung: Mehr Tierwohl in die Milch

In seinem offenen Brief macht das Unternehmen deutlich, dass bei der Produktion von Milch sowie Milchprodukten aus seiner Sicht künftig noch strengere Tierwohlkriterien gelten sollen. Um das zu verdeutlichen, setzt Edeka auf eine Liste mit möglichen Maßnahmen. Unter anderem als Zusatz-Kriterium gefordert sind hier

  • Angaben zur Fütterung der Tiere
  • die Dokumentation von Schlachtbefunddaten
  • die Dokumentation des Antibiotika-Einsatzes
  • und ein Ausschluss der Schlachtung trächtiger Kühe.

Mit seinem offenen Brief drückt Edeka vor allem den Wunsch nach tierwohlgerechteren Bedingungen bei der Erzeugung von Lebensmitteln aus. Selbstverständlich lässt sich aus dem Schreiben keine neue Verpflichtung ableiten. Der offen geäußerte Wunsch nach strengeren Kriterien allerdings sorgt dennoch für Unmut.

Landwirte fühlen sich diskriminiert

Auf den offenen Brief von Edeka reagierten Landwirte teilweise mit Kritik. Schon in der Vergangenheit wiesen Betriebe die impliziten Vorwürfe, ihnen läge nichts am Wohl der Tiere, weit von sich. Ein entscheidender Aspekt, welcher auch die Umsetzung strengerer Tierwohlkriterien bedinge, sei wie immer auch der Preis je Liter Milch, der sich am Markt erzielen ließe.
Letztlich also ist es nicht nur an Molkereien und Landwirten, sondern stets auch am Verbraucher. Wer im Supermarkt mehr für tierische Produkte zahlt, spricht sich für eine bessere Entlohnung der Landwirte und somit auch für bessere Bedingungen im Stall aus.
Lesen Sie auch: Umweltschutz beim Einkaufen

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*