Supermarktkette Real testet Gesichtsanalyse

Verkäuferin im Supermarkt

An den Kassen in Supermärkten der Kette „Real“ hängen schon seit geraumer Zeit Bildschirme. Sie zeigen unterschiedliche Werbefilme, die die Kundschaft auf Produkte aufmerksam machen und somit den Absatz ankurbeln sollen. Wie wirksam diese Bildschirme sind und welche Filme besonders beliebt sind, untersucht nun das Unternehmen „Echion“ mittels Gesichtsanalyse.

Blicke werden gescannt

Für die Analyse befindet sich oberhalb eines jedem Bildschirms eine kleine Kamera. Diese zeichnet auf, wann ein Kunde auf den Bildschirm blickt und um wen es sich dabei handelt. Ausgelesen wird dabei nicht nur, wie lange der Blickkontakt hält, sondern auch das Geschlecht und das etwaige Alter des jeweiligen Kunden spielen eine Rolle. So soll eine genauere Sicht auf die Interessen unterschiedlicher Kunden ermöglicht werden. Welche Werbefilme verschiedene Altersgruppen und Geschlechter besonders stark anziehen, lässt sich anhand der gewonnenen Daten erkennen. Die Ergebnisse wiederum bilden dann die Grundlage für die Auswahl neuer Filme.

Datenschutz soll gesichert sein

Angst vor Datenklau müssen Kunden indes nicht haben, denn jedes Bild wird nur rund 150 Millisekunden gespeichert und anschließend in Daten umgewandelt. Diese wiederum wertet Echion selbst aus. Eine Übertragung der Bilder findet also nicht statt. Auch werden keine weiteren sensiblen Personendaten erfasst, die Analyse erfolgt vollkommen anonym. Dass die zugrunde liegende Software außerdem mit dem Gütesiegel „ePrivacy“ ausgezeichnet ist, soll auch kritische Stimmen verstummen lassen.

Verbraucherschützer sehen das Vorgehen dennoch kritisch. Sie bemerken, dass Kunden unbedingt auf die Analyse aufmerksam gemacht werden müssten. Ob dies die Daten dann wiederum verfälscht, ist unklar. Derzeit findet die Analyse in vierzig Märkten statt.

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Foto: © industrieblick

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