Fusion: Großer Stellenabbau bei Kaufhof

Galeria Kaufhof
Foto: Tkni

Dass Kaufhof und Karstadt künftig gemeinsame Wege gehen werden, ist längst bekannt. Über die Fusion berichten Medien bereits seit einigen Wochen. Unklar war bisher jedoch, wie sich der Zusammenschluss beider Unternehmen auf die Beschäftigungssituation auswirken wird. Nun ist klar: Bei Kaufhof stehen umfangreiche Entlassungen an. (Infos über Galeria Kaufhof)

Streichung von Stellen beschlossen

Wie Karstadt vor Kurzem bekannt gab, werden bei Kaufhof in der kommenden Zeit rund 2.600 Vollzeitstellen abgebaut. Das liegt vor allem daran, dass die wirtschaftliche Situation des Unternehmens den Erhalt aller Arbeitsplätze unmöglich macht. Zusätzlich will Kaufhof auch aus dem Flächentarifvertrag aussteigen, was vielen Mitarbeitern und der Gewerkschaft Verdi Sorge bereitet. Seitens der Gewerkschaft werden schon jetzt Stimmen laut, die die Pläne als „untragbar“ bezeichnen.

Nur Sanierung sichert das Überleben

Stephan Fanderl, Vorstandsvorsitzender der Karstadt Warenhaus GmbH, äußerte sich öffentlich zur aktuellen Situation. Seines Erachtens nach lässt sich Kaufhof nur mit umfangreichen Sanierungsmaßnahmen retten, für die viele Millionen investiert werden müssen. Auch das vergangene Weihnachtsgeschäft konnte die Lage nicht entschärfen, was die Stabilisierungsmaßnahmen umso notwendiger macht. Von Filialschließungen jedoch ist bislang nicht die Rede. Gestrichen werden sollen vorrangig Stellen im Verwaltungsbereich. Geführt wird das Unternehmen künftig vom Hauptsitz in Essen aus. Wie es mit der Rettung von Kaufhof weitergeht und ob es zur Konfrontation mit Verdi kommen wird, bleibt abzuwarten.
Erfahren Sie bei uns auch wo am 03.02.2019 Verkaufsoffener Sonntag ist!

Foto: © Tkni