Sicherheit im Einkaufszentrum bald in Roboterhänden?

Test in Palo Alto - Roboter als Sicherheitskraft im Shoppingcenter

Menschen im Einkaufszentrum

Einkaufszentren wachsen auch in Deutschland stetig. Mit steigenden Kundenzahlen und deutlich vergrößerten Einkaufsflächen ist jedoch auch ein Anstieg der Kriminalität verbunden. In zahlreichen Regionen Deutschlands werden die Warnungen der Einzelhändler lauter. Vermehrte Diebstähle und Kriminalität in Einkaufszentren beschäftigt den Einzelhandel daher immer häufiger. (Einkaufscentren in Deutschland) Dass nicht nur Wachmänner und Sicherheitspersonal aus Fleisch und Blut für eine Entspannung der Lage sorgen könnten, zeigt jetzt ein Pilot Projekt aus den USA.

Ein Roboter für mehr Sicherheit

Das Stanford Shopping Center im amerikanischen Palo Alto sorgt in diesen Tagen für Schlagzeilen und internationale Aufmerksamkeit. Der Grund hierfür ist die Inbetriebnahme des Sicherheitsroboters „K5“. Der von Knightscope entwickelte Roboter fährt auf kleinen Rollen durch das Einkaufszentrum und erfasst dabei zahlreiche Details. So kann der „K5“-Roboter Kamerabilder auswerten, Audioaufnahmen machen und Mobiltelefone orten. Er ist in der Lage, bestimmte Gefahren zu erkennen und entsprechend Alarm zu schlagen. Auch im Parkhaus des Einkaufszentrums erweist sich der elektronische Wachmann als hilfreich. Er scannt die Nummernschilder parkender Fahrzeuge und stellt fest, ob unerwünschte PKW im Parkhaus stehen.

Menschen weiterhin flexibler

Ob auch in deutschen Einkaufszentren schon bald Roboter patrouillieren, ist bislang nicht sicher. Fakt ist, dass der „K5“ aus Palo Alto durchaus sinnvolle Funktionen mitbringt, menschliche Intelligenz und Körperkraft jedoch nicht ersetzen kann. Auch wenn ein Roboter dazu in der Lage ist, Alarm zu schlagen, fehlt ihm die instinktive Einschätzung von Situationen. Zudem können Roboter bislang nicht ausreichend kommunizieren. Insbesondere beim persönlichen Umgang mit Kunden spielt die Kommunikation eine entscheidende Rolle. Sollte es auch in Deutschland bald elektronische Helfer in Einkaufszentren geben, so werden diese das menschliche Personal vermutlich nur ergänzen, jedoch nicht ersetzen können.

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Foto: © Christian Müller