Plastiktüten vor dem Aus – Umweltschutz im Einzelhandel

Einkaufen ohne Plastiktüten ...

Ein Detail des regelmäßigen Shoppingausfluges in Einkaufszentren und Innenstädte ist schon seit vielen Jahren die Plastiktüte. Während Supermärkte Plastiktüten nur gegen Bezahlung herausgeben, waren die Tüten bei Drogeriemärkten, in Bekleidungsgeschäften und allerlei anderen Einzelhandelsfilialen kostenfrei erhältlich. Der Kunde erhielt hier also gemeinsam mit seinem Einkauf eine entsprechende Tüte für den Transport der erstandenen Waren. Umweltschützer sehen die Kunststofftüten jedoch sehr kritisch, denn sie stellen eine große Belastung für die Natur dar.

Weniger Tüten, mehr Verantwortungsbewusstsein

Dass eine Plastiktüte bis zu 600 Jahre braucht, um vollständig zersetzt zu werden, wissen nur die wenigsten Konsumenten. Da der Durchschnitts-Kunde in Deutschland jährlich 71 Tüten verwendet, ist die Belastung für die Umwelt extrem. Aus diesem Grund hat der Handelsverband Deutschland nun eine Vereinbarung herausgegeben, die den Pro Kopf Verbrauch an Plastiktüten deutlich senken soll. Laut HDE werden dank der genannten Vereinbarung etwa sechzig Prozent der Plastiktüten im Einzelhandel schon ab dem 1. April 2016 kostenpflichtig sein. Welchen Preis der Kunde für die Tüten zahlen muss, wird von Geschäft zu Geschäft variieren.

Zahlreiche Unternehmen haben diesen Trend schon längst erkannt. So gibt es sowohl bei Rossmann als auch bei DM keine kostenlosen Mini-Plastiktüten mehr. Auch bei Karstadt kosten die Tüten inzwischen Geld. Dass nun weitere Unternehmen auf die Umweltschädlichkeit der Plastiktüten aufmerksam werden, gibt Grund zur Hoffnung. Bis 2025, so der HDE, sollen Konsumenten in Deutschland pro Kopf nur noch 40 Tüten jährlich verbrauchen.

Sinnvolle Alternativen zur Plastiktüte

Ganz ohne ein entsprechendes Behältnis müssen Kunden ihre Waren jedoch auch künftig nicht nach Hause tragen. Alternativ bieten sich sogenannte Shopper aus widerstandsfähigen Materialien an, die viele Geschäfte zusätzlich zu den einfachen Plastiktüten verkaufen. Die Shopper sind zwar etwas teurer, dafür jedoch über einen langen Zeitraum verwendbar. Auch nachhaltige Stofftaschen werden künftig häufiger zu sehen sein. Lesen Sie auch: Umweltschutz beim einkaufen

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(Foto: © rdnzl )