Plastikmüll durch Abfüllstationen vermeiden

Umweltschutz im Einzelhandel

Zeitung mit Wirtschaftsnachrichten
(Foto: © Zerbor )

Rossmann und dm sammeln Erfahrungen
Der deutsche Einzelhandel ist an der Entstehung zahllosen Plastikmülls nicht unschuldig. Viele Verpackungen, die in Geschäften gekauft werden, sind für den einmaligen Gebrauch bestimmt und landen entsprechend zügig in der Tonne. Gerade bei Körperpflegeprodukten und Reinigungsmitteln könnte es jedoch auch anders gehen. Rossmann testet nun Abfüllstationen, während dm bereits einen Schritt weiter ist. Mehr zum Thema Umweltschutz beim Einkaufen

Kein Test in Deutschland

Gemeinsam mit Henkel hat Rossmann in diesen Tagen Abfüllstationen eingerichtet, die im Rahmen eines Pilotprojektes auf den Prüfstand gestellt werden. In Deutschland suchen Kunden jedoch vergeblich, denn das Projekt findet ausschließlich in einigen tschechischen Filialen statt. Abfüllbar sind vor Ort Waschmittel, Geschirrspülmittel, Shampoo, Duschgel sowie Handseife. Kunden können mit einem bereits verwendeten Behälter in die Filialen gehen und diesen nachfüllen. Ob die Stationen auch nach Deutschland kommen, bleibt unklar. Noch ist Rossmann nicht sicher, inwiefern sich die Stationen überhaupt bewähren.

Dm bereits erfahrener

Geht Rossmann gerade seine ersten Schritte in Richtung Plastikvermeidung mit Abfüllstationen, ist der Konkurrent dm in Österreich schon weiter. Hier wurden bereits in 2018 erste Stationen in Filialen integriert. Inzwischen gibt es insgesamt 24 österreichische dm Filialen mit Abfüllstationen. Ein weiterer Unterschied: Bei dm erhalten Kunden Bio-Produkte zum Nachfüllen. Das dürfte den Wünschen der Zielgruppe eher gerecht werden. Eine Ausweitung des Konzeptes auf den deutschen Markt wird aktuell geprüft.

Erfahren Sie bei uns auch wo am 19.01.2020 Verkaufsoffener Sonntag ist!